China meldet erneut keine neuen inländischen Corona-Ansteckungen

Corona-Alltag in Peking

Am zweiten Tag in Folge ist in China nach offiziellen Angaben kein neuer Fall einer Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus innerhalb des Landes registriert worden. Die Nationale Gesundheitskommission meldete am Freitag zudem nur drei neue Todesfälle - der geringste Anstieg innerhalb eines Tages seit Januar. Allerdings wurden 39 neue Corona-Patienten verzeichnet, die sich im Ausland angesteckt haben sollen.

Die offiziellen Zahlen der Neuinfektionen gehen in China - dem Ausgangspunkt der Pandemie - schon seit Wochen deutlich zurück. In Festlandchina haben sich insgesamt fast 81.000 Menschen mit dem Virus infiziert, weniger als 7000 Menschen sind nach Behördenangaben noch erkrankt. 3248 Menschen starben an dem Virus.

China fürchtet jedoch eine zweite Welle von Infektionsfällen durch aus dem Ausland einreisende Chinesen. Die Gesundheitskommission meldete am Freitag 39 neue Patienten, die sich im Ausland angesteckt haben sollen. Die Gesamtzahl stieg damit auf 228.

Der rückläufigen Corona-Entwicklung in China steht die drastische Zunahme der Krankheitsfälle und Totenzahlen in Europa gegenüber. Italien, das in Europa am stärksten von der Pandemie betroffene Land, überholte China am Donnerstag bei der Zahl der Todesopfer. Mit 427 weiteren Todesfällen binnen 24 Stunden stieg die Zahl der Corona-Toten dort auf 3405.

Das neuartige Virus war erstmals im Dezember in der Millionenmetropole Wuhan in der Provinz Hubei bei Menschen festgestellt worden. Es soll auf einem Markt mit Wildtieren übertragen worden sein. Die Behörden ergriffen dann Ende Januar drakonische Maßnahmen und riegelten die gesamte Provinz mit ihren 56 Millionen Menschen von der Außenwelt ab. Diese gigantische Quarantäne wurde aber zuletzt bereits etwas gelockert.