China kritisiert "überholte Kalter-Krieg-Mentalität" des US-Präsidenten

Nach Donald Trumps erster Rede zur Lage der Nation hat China die "Kalter-Krieg-Mentalität" des US-Präsidenten kritisiert. Peking hoffe darauf, dass Washington diese "überholte" Einstellung bald aufgeben werde, sagte Außenamtssprecherin Hua Chunying

Nach Donald Trumps erster Rede zur Lage der Nation hat China die "Kalter-Krieg-Mentalität" des US-Präsidenten kritisiert. Die chinesische Regierung hoffe darauf, dass Washington diese "überholte" Einstellung bald aufgeben werde, sagte Außenamtssprecherin Hua Chunying am Mittwoch in Peking. Die US-Regierung solle stattdessen zusammen mit Peking an dem "gemeinsamen Ziel" arbeiten, mit den bestehenden Differenzen zwischen beiden Ländern "richtig umzugehen" und die "stetige Entwicklung" in den Beziehungen aufrecht zu erhalten.

Weniger deutlich äußerte sich Regierungschef Li Keqiang. Die gemeinsamen Interessen der USA und Chinas "wiegen deutlich schwerer als unsere Differenzen und Meinungsverschiedenheiten", sagte er nach einem Treffen mit der britischen Premierministerin Theresa May. Eine feste Beziehung zwischen China und den USA sei darüber hinaus "auch im Interesse der ganzen Welt", sagte Li. "China hofft darauf, dass die Vereinigten Staaten mit uns zusammenarbeiten und diese Beziehung weiterhin aus einem insgesamt positiven Blickwinkel betrachten."

Trump hatte China und Russland in seiner Rede vor dem US-Kongress als Bedrohung für "unsere Interessen, unsere Wirtschaft und unsere Werte" eingestuft. Im Dezember hatte der US-Präsident bereits eine neue Sicherheitsstrategie vorgestellt, die ebenfalls Russland und China als globale Widersacher ins Visier nahm.