China und Japan wollen beiderseitige Beziehungen ausbauen

Wang Yi (l.) und Shinzo Abe in Tokio

Die ostasiatischen Rivalen China und Japan wollen einen gemeinsamen Anlauf für den Ausbau ihrer gegenseitigen Beziehungen unternehmen. Der japanische Regierungschef Shinzo Abe sprach sich am Montag beim Empfang des chinesischen Außenministers Wang Yi in Tokio für ein verbessertes Verhältnis zwischen beiden Staaten aus. Dazu gehöre auch die Zusammenarbeit beim Thema Nordkorea.

Bei seinem bevorstehenden Besuch in den USA werde er mit Präsident Donald Trump über die "vollständige und unumkehrbare Entnuklearisierung" Nordkoreas sprechen, kündigte Abe an. Wang, der sich drei Tage lang in Japan aufhält, war zuvor mit dem japanischen Außenminister Taro Kano zusammengetroffen.

Japanische Medien berichteten unterdessen, China und Nordkorea bereiteten für Juni einen Besuch des chinesischen Staatschefs Xi Jinping in Pjöngjang vor. Ende März hatte Kim in Peking Gespräche mit Xi geführt und diesen zu einem Gegenbesuch eingeladen.

Für den 27. April ist ein historisches Gipfeltreffen zwischen Kim und dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae In in Panmunjom an der innerkoreanischen Grenze vorgesehen. Ende Mai oder Anfang Juni soll eine Begegnung Kims mit Trump folgen. Beide Politiker haben sich dazu bereit erklärt, Zeitpunkt und Ort des Gipfels stehen aber noch nicht fest.

Japan will seinerseits einen Dreiergipfel zwischen Abe, Moon und dem chinesischen Regierungschef Li Keqiang abhalten. Abe sagte, dieser solle nach dem 6. Mai stattfinden.