Chemiekonzern Bayer macht weitere Zugeständnisse vor geplanter Monsanto-Übernahme

EU-Kommission will Urteil über Fusion bis April fällen

Der Chemiekonzern Bayer hat für die geplante Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto weitere Zugeständnisse gemacht. "Wir bestätigen, dass wir der Europäischen Kommission umfangreiche Zusagen unterbreitet haben", erklärte ein Sprecher am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Über die Details dieser Zusagen machte Bayer keine Angaben. Das Unternehmen zeigte sich aber "zuversichtlich, damit die Bedenken der Europäischen Kommission vollständig ausräumen zu können".

Der Webseite der EU-Kommission zufolge erfolgten diese Zusagen am Freitag. Ende vergangenen Jahres war aus Verhandlungskreisen verlautet, dass weitere Zugeständnisse über den angekündigten Verkauf eines Teils des Bayer-Geschäfts mit Saatgut und Herbiziden an den Konkurrenten BASF hinausgehen müssten - das hatte Bayer zuvor angekündigt. Damit sollten bereits Vorbehalte aus Brüssel ausgeräumt werden. Vereinbart wurde ein Kaufpreis von 5,9 Milliarden Euro.

Durch die Übernahme von Monsanto durch Bayer soll der größte Anbieter von Pestiziden und Saatgut weltweit entstehen. Die EU-Kommission hatte eine eingehende Prüfung der 56 Milliarden Euro schweren Monsanto-Übernahme im August gestartet. Sie hatte dabei auf Bedenken verwiesen, dass die Fusion den Wettbewerb bei Schlüsselprodukten für Bauern verringern könnte.

Gegenüber Monsanto gibt es vielfach Vorbehalte, weil das Unternehmen neben dem umstrittenen Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat auch gentechnisch veränderte Pflanzen herstellt.

Bayer wollte die Übernahme ursprünglich dieses Jahr abschließen. Die EU-Frist für die Entscheidung über die Fusion wurde nun um einen Monat auf den 5. April verschoben.