Chemie-Berufe: Chemikant: Vom Badezusätze anmischen bis zum Lacke testen

Die Aufgaben von Chemikanten und Laboranten sind vielfältig. Auszubildende werden gut bezahlt, eine schnelle Karriere ist möglich.

Berlin.  Sie kann es selbst kaum glauben: "Vor wenigen Jahren stand ich noch als Azubi in diesem Labor", erzählt Juliane Dräger, während ihr Blick über die Reihen der Apparaturen und Versuchsanlagen im Adlershofer Berufsbildungswerk Nordostchemie (bbz Chemie) schweift. Inzwischen hat Dräger ihre Ausbildung zur Chemielaborantin abgeschlossen und steht selbst als Ausbilderin denen zur Seite, die noch auf dem Weg dorthin sind.

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Juliane Dräger ist Ausbilderin am bbz Chemie und studiert nebenberuflich. Adrienne Kömmler

Sie habe Glück gehabt, dass im bbz gerade diese Stelle besetzt werden sollte, als sie mit der Lehre fertig war. "Ich habe sofort zugesagt", sagt die 26-Jährige. Es macht ihr Spaß, Versuchsabläufe zu planen, Apparaturen aufzubauen, zu untersuchen und zu protokollieren. Aber beruflich auf der Stelle treten will sie nicht. Darum hat sie 2014 am bbz das berufsbegleitende Bachelorstudium zur Chemieingenieurin begonnen. "Ich schreibe gerade an meiner Bachelorarbeit", sagt die Studentin und Mitarbeiterin.

Als Schülerin hatte Dräger die Chemie als Arbeitgeber noch gar nicht im Fokus. "Ich bin auf einer Berufsmesse darauf gestoßen und habe den Einstieg über ein Schülerpraktikum gefunden", erzählt sie. Während der Lehre pendelte Dräger noch zwischen ihrem Ausbildungsbetrieb in Dessau und ihrer Berufsschule in Berlin. Inzwischen ist die angehende Ingenieurin in die Hauptstadt umgezogen.

Nach Ausbildungsabbruch richtigen Weg gefunden

Vanessa Grajewski fand den Einstieg in einen chemischen Beruf über einen Umweg. Sie wollte erst im Handel Fuß fassen, brach die Lehre dann aber ab. "...

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