Chefwechsel im Sparkassenverband: Reuß folgt Grandke

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FRANKFURT/ERFURT (dpa-AFX) - Die Sparkassen in Hessen und Thüringen bekommen ein neues Oberhaupt: Der SPD-Politiker Stefan Reuß, zuletzt Landrat des Werra-Meißner-Kreises, wird zum 1. Januar geschäftsführender Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen.

Der 1970 in Kassel geborene Reuß wird damit Nachfolger seines Parteifreundes und früheren Oberbürgermeisters der Stadt Offenbach, Gerhard Grandke (67). Grandke hatte die Führung des Verbandes mit Verwaltungssitzen in Frankfurt und Erfurt im März 2009 übernommen, als die Branche mit der Finanz- und Wirtschaftskrise zu kämpfen hatte.

Auch der Amtsantritt von Reuß bei dem Verband fällt in herausfordernde Zeiten. Wie die gesamte Branche haben die öffentlich-rechtlichen Häuser mit dem Dauerzinstief zu kämpfen. Zudem müssen die Institute den Spagat zwischen digitalen Angeboten und Filialen schaffen. Die regional verwurzelten Sparkassen haben noch ein vergleichsweise engmaschiges Netz an Standorten.

Hinzu kommen mögliche Folgen der Corona-Pandemie. Anfang September hatte der Verband für das Gesamtjahr 2021 einen weiteren Gewinnrückgang vorhergesagt. Der Prognose zufolge wird das Betriebsergebnis vor Bewertung zum Vorjahr um 4,7 Prozent auf rund 854 Millionen Euro sinken. Das Betriebsergebnis nach Bewertung werde parallel ebenfalls zurückgehen. Schon im Jahr 2020 hatten die Sparkassen in Hessen (33 Institute) und Thüringen (16) unter anderem wegen höherer Vorsorge für mögliche Risiken aus der Corona-Krise insgesamt weniger verdient als ein Jahr zuvor.

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