Check24-Markenchef erklärt, warum er die Familie wirklich aus der Werbung geworfen hat

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Fünf Jahre lang beglückte Check24 mit seinen Werbespots im Stil einer 90er-Jahre-Sitcom die Wohnzimmer. Doch damit ist Schluss. Das Vergleichsportal trennt sich von seinen „2 unvergleichlichen Familien“ und setzt stattdessen auf ein Late-Night-Format. Im Interview mit der Marketing-Fachzeitschrift „Horizont“ erklärte Helmut Huber, Chief Brand Officer bei Check24, die Entscheidung und die neue Marketingstrategie.

„Es war ja nicht so, dass die Sitcom-Familie nicht mehr funktioniert hätte“, kommentiert Huber das Ende des Formats. Man habe aber eine neue Kampagne gebraucht. Das habe einerseits logistische Gründe, denn in der Corona-Pandemie konnte man die amerikanischen Schauspieler nicht mehr für die Drehs nach Deutschland bringen. Und gerade bei einem Sitcom-Format sei es schlecht, keine neuen Inhalte produzieren zu können.

Mehr Flexibilität bei Logistik, Themen und Formaten

Andererseits habe man sich ganz grundsätzlich ein Format mit mehr Flexibilität gewünscht, das sich leicht für unterschiedliche Channel optimieren lasse. Man wolle neben TV-Werbung auch stärker Inhalte für soziale Medien oder längere Tutorials produzieren, beispielsweise zum Thema Stromvergleich. Auch das sei mit amerikanischen Schauspielern und zwei Drehterminen im Jahr unmöglich, so Huber zu „Horizont“. Nun habe Check24 in ein eigenes Produktionsstudio investiert, wo man „im Regelbetrieb praktisch wöchentlich drehen“ werde. So will das Portal schneller auf Tagesgeschehen und Trends reagieren können.

Da komme dann auch das neue Late-Night-Format ins Spiel. Der Kabarettist David Werker soll dabei zusammen mit Stand-up-Comedian Benni Stark durch die Sendung führen. Für Abwechslung sorgen die wechselnden Gäste. Huber zufolge erlaubt dieses Format die gewünschte Flexibilität – in der Logistik, aber vor allem auch bei den Themen. Denn man wolle verschiedene Bereiche bewerben, von Reisen über Kredite bis hin zu Versicherungen, und dabei praktisch jeder Generation etwas bieten. Auch den Witz habe man dabei nicht vernachlässigt: „Die ersten Spots sind ja jetzt schon abgedreht und ich kann schon mal sagen: Das wird sehr unterhaltsam werden“, so Huber.

sb

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