Iran bezichtigt Hariri der Lügen

Der zurückgetretene libanesische Regierungschef Saad Hariri hat in einem TV-Interview den Iran angegriffen. Unter anderem sagte er, er habe bei seinem letzten offiziellen Treffen mit dem Berater des iranischen Obersten Führers für internationale Angelegenheiten Ali Akbar Velayati darauf bestanden, dass Irans Einmischungen im Libanon und anderen arabischen Ländern unannehmbar seien. Velayati bestritt das:

“Die Behauptungen, er wäre bedroht worden, waren allesamt Lügen, und es stellte sich heraus, dass das Unterstellungen Saudi-Arabiens und derjenigen waren, die gegen Frieden und strategische Freundschaft zwischen den beiden Nationen Iran und Libanon sind”, so Ali Akbar Velayati.

Trotz der Behauptungen von Hariri beharre der Iran immer noch auf seiner Position, sich nicht in die Angelegenheiten anderer Länder eingemischt zu haben.

“Hariris Rücktritt hatte keinen innerpolitischen Auslöser. Der Libanon war in den elf Monaten, in denen Hariri im Amt war, in einem stabilen Zustand. Der Grund für das aktuelle Geschehen ist der saudische Plan, die Konfrontation mit dem Iran zu suchen. Chaos im Libanon ist gut für Saudi-Arabien”, sagt Ali Montazeri, Politikexperte für den Mittleren Osten.

Euronews-Reporter Javad Montazeri: “Der Iran glaubt, dass Saudi-Arabien Saad Hariris Rücktritt nutzt, um die Stabilität und das politische Gleichgewicht im Libanon zu stören und den Iran mit einem neuen Problem im Nahen Osten herauszufordern; das Verhalten des Iran zeigt jedoch, dass das Land nicht die Absicht hat, sich mit Saudi-Arabien anzulegen.”