Champions League: Portos Trainer ist ein belebender Wüterich

Sergio Conceicao hat den FC Porto im Sommer übernommen und an die Tabellenspitze in Portugal geführt. An der Seitenlinie regt er sich gern auf.

Barcelona.  Sérgio Conceicao verlangte Kiwi als Nachtisch. Unbedingt und sofort, er zeterte, bis sich ein Klubdirektor von Vitória Guimaraes eigens auf den Weg zum Supermarkt machte. Als dieser dann zurückkam, erklärte er, dass er nun keine Lust mehr auf die bestellte Südfrucht habe. Das klassische Verhaltensmuster eines Kleinkinds – nur dass es sich bei Conceicao nicht um ein Spielersöhnchen handelte. Sondern um den Trainer.

Inzwischen arbeitet der 42-Jährige in selber Funktion beim FC Porto und gastiert am Dienstag zur Champions- League-Partie in Leipzig (20.45 Uhr/Sky). Conceicao, Conceicao – war da nicht mal was? Ach ja, bei der EM 2000 erzielte dieser gut aussehende Portugiese drei Tore im abschließenden Gruppenspiel gegen Deutschland. Sein Land war bereits für das Viertelfinale qualifiziert und trat mit einer B-Elf an, was die Blamage für das Team von Erich Ribbeck umso historischer machte. Im deutschen Fußball gilt der Abend in Rotterdam als Tief- und Wendepunkt: Nach Conceicao war auch dem letzten Traditionalisten klar, dass es so nicht weiter gehen konnte.

Ein "konfliktiver" Charakter

Für Rechtsaußen Conceicao war es der größte Auftritt einer Karriere, die zuverlässig ein Hang zum Cholerischen begleitet. Während seiner Zeit bei Standard Lüttich wurde er mal viereinhalb Monate gesperrt, weil er einen Gegenspieler bespuckt und dem Schiedsrichter dann noch sein Trikot ins Gesicht gepfeffert hatte. 2012 begann er im Algarve-Verein Olhanense die Trainerlaufbahn, länger als ein Jahr blie...

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