Champions League: Ausgerechnet Cristiano Ronaldo sorgt für einen Tabubruch

Am Boden: Ronaldo schoss zunächst in Tottenham den Ehrentreffer – und nach dem Spiel über das Ziel hinaus. Zumindest aus Real-Sicht

Madrid.  Manchmal sagt der Botschafter mehr aus als die Botschaft. Da konnte Cristiano Ronaldo noch so oft versichern, dass "nichts passiert" sei, dass man nur eine "Pechsträhne" durchlaufe, dass "das Ende zählt, nicht der Anfang" einer Saison.

"Krise, welche Krise?", fragte der Weltfußballer. Doch allein die Tatsache, dass er sich entgegen sonstiger Gewohnheit so viel Zeit für die Presse nahm, verriet natürlich das Gegenteil: Nach dem 1:3 (0:1) von Real Madrid beim englischen ­Vizemeister Tottenham Hotspur galt es, Lobbyarbeit zu betreiben.

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Ratloses Real: Ronaldo & Co schauen nach dem dritten Treffer Tottemhams ziemlich bedröppelt drein Eddie Keogh / REUTERS

Es war ja nicht nur die erste Niederlage in einem Champions-League-Gruppenspiel seit 30 Partien (1:2 im Oktober 2012 bei Borussia Dortmund), die nur deshalb (noch) nicht zu ernsten Sorgen um das Weiterkommen führt, weil derselbe BVB jetzt nicht mal mehr gegen die Zyprioten von Apoel gewinnt.

Es war auch die nächste Pleite nach einem 1:2 beim Aufsteiger Girona am Sonntag, Reals erste gegen einen Liganeuling seit 1990. Acht Punkte liegt Madrid in der Meisterschaft bereits hinter dem FC Barcelona, so viel hat es noch nie in seiner Geschichte aufgeholt. Dabei ging Real als amtierender Meister und Champions-League-Sieger als Favorit aller Klassen in die Saison.

Zidanes Coaching "Attentat auf die eigene Mannschaft"

Nun bricht es nur Negativrekorde, aber vor allem macht es den Eindruck einer derangierten Mannschaft. In Girona brachte man nach dem Rückstand weder ein nennenswertes Powerplay noch echte Torchancen zustande, in Wembley nun drohte beim zwischenzei...

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