Champagner zur Sitzung: EU untersucht Geldverschwendung bei Rechtspopulisten

Marco Fieber
Dürften über die Untersuchung wenig erfreut sein: FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache (links) und die Chefin des Front National, Marine Le Pen

► Die EU überprüft auffällige Abrechnungen der rechtspopulistischen Europaparlamentsfraktion Europa der Nationen und der Freiheit (ENF), zu der unter anderem der Ex-AfD-Politiker Marcus Pretzell, die FPÖ und der Front National (FN) gehören.

► EU-Rechnungsprüfer könnten von der Fraktion 427.000 Euro für Ausgaben ab dem Haushaltsjahr 2016 zurückfordern. Das berichtet das französische Internetportal “Mediapart”. 

► Besonders pikant: Die Rechtspopulisten hatten insgesamt 228 Flaschen Champagner und “weitere sechs Flaschen im Wert von jeweils 81 Euro” in Rechnung gestellt – bei 41 Sitzungstagen ergibt das fast sechs Flaschen Schampus pro Sitzung. 

Darum sind die Untersuchungen gegen die Rechtspopulisten wichtig:

Die Parteien der ENF-Fraktion haben in der Vergangenheit immer wieder die hohen Ausgaben der EU und Privilegien von Politikern kritisiert. 

“Mir war immer schon klar, dass die FPÖ ihren Wählern Wasser predigt und selbst Champagner trinkt”, erklärte daher nun der österreichische SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher in einer Pressemitteilung.

Der FPÖ-EU-Abgeordnete und stellvertretende ENF-Fraktionsvorsitzende Harald Vilimsky schob die Schuld in Richtung des FN. Die Bestellungen seien von “den Franzosen” erfolgt. “Nicht eine Flasche” habe die FPÖ bestellt, versicherte Vilimsky der österreichischen Nachrichtenagentur APA.

Was ihr noch über den Abrechnungsskandal wissen müsst:

Laut den Finanzprüfern hätte die ENF-Fraktion zahlreiche Regeln des EU-Parlaments verletzt, unter anderem gab es Unklarheiten bei...

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