Chamenei: Trump spricht wie ein "Cowboy und Gangster"

Trump bei seiner Rede am Dienstag

Nach der scharfen Kritik von Donald Trump am Iran hat dessen geistliches Oberhaupt dem US-Präsidenten vorgeworfen, wie ein "Cowboy und Gangster" zu sprechen. "Die ebenso sinnlose wie bedrohliche, beleidigende und konfuse Rede des US-Präsidenten in der Sprache eines Cowboys und Gangsters erklärt sich aus dem Hass sowie der Inkompetenz" der Regierenden in den USA, sagte Ayatollah Ali Chamenei am Donnerstag.

Die Elite der USA sollte sich für diesen Präsidenten "schämen", sagte Chamenei laut seiner Website in einer Rede vor dem iranischen Expertenrat. Er reagierte damit auf die Rede von Trump vor der UN-Vollversammlung am Dienstag, in der er den Iran als "ausgebrannten Schurkenstaat" und "korrupte Diktatur" bezeichnet und das Atomabkommen mit Teheran in Frage gestellt hatte.

Das Abkommen war im Juli 2015 unter Trumps Vorgänger Barack Obama geschlossen worden und gilt als wichtiger diplomatischer Erfolg zur Entschärfung des brisanten Atomkonflikts mit dem Iran. Obwohl die Mitunterzeichner Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland daran festhalten wollen, hat Trump wiederholt gedroht, die Vereinbarung aufzukündigen.