Ceferin: Bald wieder Fußball mit Fans

dpa

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin würde eine Million Dollar darauf wetten, dass die um ein Jahr verschobene Fußball-Europameisterschaft 2021 ausgetragen wird.

"Ja, ich würde - ich weiß nicht, warum es nicht so wäre. Ich glaube nicht, dass dieses Virus für immer dauert. Ich denke, es wird sich früher ändern, als viele denken", sagte der 52-Jährige in einem Interview der Zeitung The Guardian.


Ceferin glaubt an baldige Rückkehr der Fans

Er sei trotz der nun schon lange anhaltenden Corona-Krise optimistisch und sich persönlich "absolut sicher, dass der gute alte Fußball mit Fans sehr bald wiederkommen wird", meinte Ceferin. Er sei ein optimistischer Mensch. "Ich mag diese apokalyptische Sichtweise nicht, dass wir auf die zweite und dritte Welle oder sogar auf eine fünfte Welle warten müssen", meinte der Slowene.

Ceferin hatte zuletzt eine Reduzierung der Gastgeberländer für die EM nicht ausgeschlossen. Einige Gastgeberstädte wie Bilbao hatten zuletzt Probleme geäußert, den neuen Termin gewährleisten zu können. Glasgow und Bukarest hatten dagegen kürzlich bestätigt, auch 2021 dabei zu sein.

Das Turnier mit zwölf Gastgeberstädten war wegen der Coronavirus- Pandemie verlegt worden und soll nun vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 stattfinden. Der deutsche Spielort München, wo die DFB-Elf in der Vorrunde auf Frankreich, Portugal und einen noch nicht qualifizierten Playoff-Sieger treffen soll, hat seine Bereitschaft für die Gastgeberrolle 2021 bereits bestätigt.


UEFA denkt über Luxussteuer nach

Er glaube nicht, dass sich durch die Corona-Pandemie "irgendetwas für immer ändern wird", meinte der UEFA-Chef. "Der Fußball hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg oder dem Ersten Weltkrieg nicht geändert, und er wird sich auch aufgrund eines Virus nicht ändern", sagte er. Dennoch gebe es immer "Lektionen zu lernen".

An der neuen Conference League, die 2021/22 als dritter Europacup eingeführt werden soll, halte die UEFA trotz der Krise und derzeit gestoppter Europapokal-Wettbewerbe auf jeden Fall fest. "Wir werden das machen, absolut. Sie wird nicht verschoben", versicherte Ceferin in dem Interview.

Der 52-Jährige äußerte sich auch zum Financial Fairplay. "Wir denken immer darüber nach, wie wir unsere Regularien verbessern können", sagte Ceferin: "Wir ziehen auch eine Art Luxussteuer in Betracht."