CDU-Wirtschaftspolitiker für Verkauf der Telekom-Anteile des Bundes

Der CDU-Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann hat sich für einen Verkauf der staatlichen Anteile an der Deutschen Telekom ausgesprochen. Dieses Geld werde dringend für den Glasfaserausbau benötigt

Der CDU-Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann hat sich für den Verkauf der staatlichen Anteile an der Deutschen Telekom ausgesprochen. "Mit einer klugen Verkaufsstrategie kann der Bund für die Telekom-Aktien weit mehr als zehn Milliarden Euro erlösen", sagte der Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der Union (MIT) der "Frankfurter Allgemeinen Woche" vom Freitag. "Dieses Geld brauchen wir dringend für den Glasfaserausbau." Es solle auch "ausschließlich dafür verwendet werden".

Linnemann zufolge sind der Wirtschaftsflügel der Union und die Junge Union für eine Privatisierung. "Mit den Regierungspartnern FDP oder Grünen würde es wahrscheinlich dazu kommen", sagte er dem Magazin. "Mit der SPD wohl eher nicht." Vielen verantwortlichen Politikern in Bund, Ländern und Gemeinden sei erst viel zu spät bewusst geworden, wie wichtig ein schneller Glasfaserausbau sei.

Der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko), in dem die Wettbewerber der Deutschen Telekom organisiert sind, begrüßte die Äußerungen Linnemanns. Mit den erzielbaren Erlösen aus einem Verkauf der Telekom-Anteile des Bundes ließen sich "schnelle Glasfaseranschlüsse auch in ländlichen Gebieten in großer Anzahl realisieren", erklärte der Verband.

Der Bundesrepublik gehören derzeit noch 14,5 Prozent direkt und mittels der staatlichen Förderbank KfW weitere 17,4 Prozent an der Telekom.