CDU-Vize Laschet für große Koalition

Der CDU-Vizevorsitzende Armin Laschet hat sich für Gespräche über eine große Koalition und gegen eine Minderheitsregierung ausgesprochen. Letztere bringe nicht die Stabilität, "die man in Europa und in Deutschland und in der Welt im Moment braucht", sagte er bei "Anne Will"

Der CDU-Vizevorsitzende Armin Laschet hat sich für Gespräche über eine große Koalition und gegen eine Minderheitsregierung ausgesprochen. Seine Meinung sei, dass eine "Minderheitsregierung eine schlechte Lösung ist, weil eine Minderheitsregierung nicht die Stabilität für eine Regierung hat, die man in Europa und in Deutschland und in der Welt im Moment braucht", sagte der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen am Sonntag in der ARD-Sendung "Anne Will".

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) könne sich nicht für jede einzelne Entscheidung etwa auf EU-Ebene Partner suchen, die dann Forderungen für eine Zusammenarbeit stellten. "Dieses Geschacher ist schlecht für Deutschland in dieser Phase."

Laschet äußerte sich, nachdem er am Sonntagabend an Beratungen des CDU-Präsidiums über das weitere Vorgehen nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungen von Union mit FDP und Grünen teilgenommen hatte. Er finde den Appell von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier an CDU, CSU und SPD richtig, jetzt für das Gemeinwohl über die Bildung einer stabilen Regierung zu sprechen.

"Und deshalb ist die große Koalition jetzt der nächste Versuch, eine solche stabile Mehrheit zustande zu bringen", sagte Laschet. Im CDU-Präsidium habe er "von vielen, vielen eine ähnliche Einschätzung gehört".