CDU bei Umfrage in drei Ostländern stärkste Kraft

Die CDU liegt in drei Ländern im Osten vorne

Die AfD schwächelt zum Teil auch auf Landesebene in der Wählergunst: In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage von Infratest dimap im Auftrag des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) rutschte die Partei vor allem in Sachsen-Anhalt deutlich ab. Wenn am Sonntag Landtagswahl wäre, käme die AfD dort nur noch auf 13 Prozent.

Bei der Wahl im März 2016 hatte die Partei 24,2 Prozent der Stimmen geholt. Zuletzt machte die AfD in Sachsen-Anhalt um ihren Partei- und Fraktionschef André Poggenburg durch innerparteiliche Querelen und drei Austritte aus der Landtagsfraktion Schlagzeilen.

In Thüringen erreicht die AfD ebenfalls 13 Prozent. Noch Ende 2016 lag die Partei, die im September 2014 mit 10,6 Prozent in den Erfurter Landtag eingezogen war, in einer Umfrage sogar bei 21 Prozent.

In Sachsen, wo die AfD im August 2014 mit 9,7 Prozent erstmals in einen Landtag einzog, bleibt die Partei nach der MDR-Umfrage trotz innerparteilicher Auseinandersetzungen mit 21 Prozent zweitstärkste Kraft hinter der CDU. In einer Umfrage Ende 2016 kam sie auf 25 Prozent. Landes- und Bundeschefin Frauke Petry ist allerdings auch im eigenen Landesverband umstritten.

In Brandenburg lag die AfD nach einer zuvor von RBB veröffentlichten Infratest-dimap-Umfrage bei 15 Prozent. Im Bund sahen Umfragen die AfD, die im September in den Bundestag einziehen will, zuletzt bei sieben bis acht Prozent.

Die CDU ist in der MDR-Umfrage in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen derzeit mit Werten zwischen 37 und 41 Prozent mit Abstand stärkste Kraft, schneidet aber deutlich schwächer ab als im Bund. Auffällig ist die Schwäche der SPD in den drei Ländern. Die Partei, die dort überall mitregiert, erreicht nur Werte zwischen zehn und 13 Prozent. Befragt wurden vom 12. bis 17. Juni jeweils tausend Wahlberechtigte.