CDU setzt einen Monat vor der Bundestagswahl voll auf die Zugkraft Merkels

CDU-Generalsekretär Tauber präsentiert Plakate

Die CDU setzt einen Monat vor der Bundestagswahl voll auf die Zugkraft von Bundeskanzlerin Angela Merkel: Ab dem Wochenende werden deutschlandweit Großflächenplakate mit Merkels Konterfei zu sehen sein, auch der CDU-Fernsehspot zur Wahl ist auf die Spitzenkandidatin zugeschnitten. Generalsekretär Peter Tauber sagte am Donnerstag mit Blick auf die Umfragen: "Unsere Ausgangslage ist gut." Die Wahl sei aber noch nicht gelaufen.

Eines der beiden Motive der neuen Großflächenplakate zeigt die Kanzlerin lächelnd und im Profil als interessierte Zuhörerin. Der Slogan darunter lautet: "Das große Ganze beginnt mit einem Ohr für die kleinen Dinge." Das andere Motiv zeigt sie mit einer Menschenmenge im Hintergrund, darunter die Worte: "Klug. Besonnen. Entschieden. Damit unser Land auf dem Erfolgsweg bleibt." Darunter steht jeweils der Satz, der auch das Wahlprogramm betitelt: "Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben."

Generalsekretär Tauber sagte zu den beiden Motiven, sie machten die Stärke der Kanzlerin deutlich. "Während andere mit schrillen Tönen und alarmistischen Forderungen durchs Land ziehen, bleibt Angela Merkel besonnen und damit sie selbst", sagte er mit Blick auf die zunehmenden Attacken von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz.

Der anderthalbminütige Fernsehspot, der ab Montag in den öffentlich-rechtlichen sowie den privaten Sendern laufen soll, ist komplett von Merkel gesprochen. Er beginnt mit einem Embryo und der Frage: "In welchem Deutschland wirst du einmal leben?" Der Spot zeige, dass die CDU "für ein Land mit starken Familien, guten Jobs und einer starken inneren Sicherheit" arbeite, sagte Tauber.

Bis zum Wahltag werde eine weitere Welle mit Großflächenplakaten folgen, sagte der Generalsekretär. Die bislang elf Großveranstaltungen mit Merkel seien mit über 50.000 Gästen sehr gut besucht gewesen, zudem hätten die Wahlkämpfer bislang an mehr als 380.000 Haustüren geklingelt und für die CDU geworben. Mit Blick auf die hohe Zahl der Unentschlossenen betonte Tauber: "Wir kämpfen bis zum Wahltag um jede Stimme, wir lehnen uns nicht zurück."

Das Allensbach-Institut beziffert in einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage die Zahl der unentschiedenen Wähler auf 46 Prozent, bei Forsa sind es 24 Prozent.