CDU-Politikerin warnt vor "Heringskrieg" zwischen Großbritannien und EU

Nach Kündigung eines Fischereiabkommens durch die britische Regierung warnt die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann vor einem "Heringskrieg" zwischen Großbritannien und der EU

Nach Kündigung eines Fischereiabkommens durch die britische Regierung warnt die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (CDU) vor einem "Heringskrieg" zwischen Großbritannien und der EU. Dazu dürfe es nicht kommen, sagte sie der "Bild"-Zeitung vom Dienstag. Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) dagegen riet zur Gelassenheit. Es sei nicht überraschend, dass die Briten die Brexit-Verhandlungen mit harten Bandagen führten, sagte er dem Blatt. Die EU-Mitgliedstaaten hätten aber eine starke Verhandlungsposition.

London hatte das Fischereiabkommen von 1964 am Sonntag gekündigt. Die britische Regierung will nach einem Austritt aus der EU selbst bestimmen, wer in britischen Hoheitsgewässern fischen darf. Die deutsche Hochseeflotte fängt dort laut Bericht rund 80.000 Tonnen Frischfisch im Jahr. Bei einem Verbot drohen demnach Ausfälle von bis zu hundert Prozent bei bestimmten Sorten, zum Beispiel beim Hering.

Aber auch der Chef des Deutschen Hochseefischerei-Verbands, Claus Ubl, blieb gelassen. Ziel der Briten sei es, den Preis für künftige Zugangsrechte und Quoten möglichst in die Höhe zu treiben, sagte er der "Bild"-Zeitung.