CDU-Politiker Frei gegen Fortsetzung des Neun-Euro-Tickets

In der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gibt es Widerspruch gegen eine Nachfolgeregelung für das Neun-Euro-Ticket. Deren parlamentarischer Geschäftsführer Thorsten Frei sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstagsausgaben), aus seiner Sicht sei es "sehr viel klüger", in den Ausbau der Nahverkehrsinfrastruktur zu investieren und mehr Waggons zu kaufen.

"Wir haben das ja im Sommer erlebt, dass durch das Neun-Euro-Ticket zwar viele Menschen umgestiegen sind, aber die Infrastruktur einfach nicht mitgewachsen ist", sagte der CDU-Politiker. Dagegen gebe es im Nahverkehr nicht das Problem, die Menschen wegen zu hoher Kosten finanziell entlasten zu müssen. Deshalb halte er eine Fortsetzung des Neun-Euro-Tickets "nicht für eine gute Idee".

Das Neun-Euro-Ticket gilt bundesweit im Regional- und Nahverkehr jeweils für einen Monat. Bisher gib es das Angebot nur für die Monate Juni bis August. Das vergünstigte Ticket ist Teil der staatlichen Entlastungspakete, mit denen die gestiegenen Energie- und Spritpreise kompensiert werden sollen. Angesichts der hohen Nachfrage werden derzeit verschiedene Vorschläge für mögliche Anschlusslösungen diskutiert. Die Finanzierung ist allerdings unklar.

bro/dja

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