CDU mit neuem Fahrplan bis zum geplanten Wahlparteitag Mitte Januar

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BERLIN (dpa-AFX) - Die CDU hat einen geänderten Fahrplan bis zum nun Mitte Januar geplanten Parteitag zur Wahl eines neuen Vorsitzenden vorgelegt. Geplant sind unter anderem zwei gemeinsame und öffentlich im Internet übertragene Runden aller drei Kandidaten am 14. Dezember und am 8. Januar jeweils um 19.00 Uhr. Mitglieder sollten den drei Kandidaten dabei online Fragen stellen. Am 14. Dezember will der CDU-Vorstand angesichts der Pandemielage entscheiden, auf welche Art ein Parteitag stattfinden kann. Die CDU-Spitze hat den 16. Januar als Datum für den Wahlparteitag ins Auge gefasst.

Ein ursprünglich für den 4. Dezember in Stuttgart geplantes Präsenztreffen der 1001 Delegierten musste wegen der drastisch steigenden Infektionszahlen mit dem Corona-Virus verschoben werden. Im Zusammenhang mit der Verschiebung hatte Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz massive Kritik geübt, es kam zum Streit mit seinem schärfsten Gegenkandidaten, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Neben Merz und Laschet bewirbt sich der Außenpolitiker Norbert Röttgen um die Nachfolge von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Nach dem auch auf der CDU-Internetseite veröffentlichten Fahrplan für das Kandidatenverfahren sind neben den öffentlichen Kandidatenrunden drei "CDU Live"-Formate geplant. Dabei sollen Merz (27. November), Röttgen (11. Dezember) und Laschet (17. Dezember) jeweils eine Stunde lang exklusiv CDU-Mitgliedern Rede und Antwort stehen. Über eine Beteiligungsplattform sollen Chats und Wortmeldungen möglich sein.

Die Parteizentrale, das Konrad-Adenauer-Haus in Berlin, trifft derzeit Vorbereitungen dafür, dass am 16. Januar ein Parteitag rechtssicher möglich ist. Dabei würden alle Optionen besprochen, vom Präsenzparteitag über einen Digitalparteitag mit der Möglichkeit, dort rechtssicher digital zu wählen, bis hin zu einem Digitalparteitag mit einem verkürzten und pragmatischen Briefwahlverfahren, hatte Kramp-Karrenbauer kürzlich erklärt.