Cathy Hummels im Interview: „Das Experiment Tracht hört bei mir auf, wenn sie zu sexy ist“

Anne Borchardt
Editor in Chief Yahoo Style & Entertainment
Cathy Hummels mit dem Lieblingsdirndl ihrer neuen Angermaier-Kollektion. (Bild: Angermaier)

In Berlin stellte die 30-Jährige ihre neue Trachtenkollektion vor, die in Zusammenarbeit mit dem Münchner Traditionshaus Angermaier entstanden ist. Im exklusiven Interview mit Yahoo Style erzählt Cathy Hummels von ihrem ersten eigenen Dirndl, unglücklichen Tracht-Experimenten und dem Münchner Mama-Style.

Yahoo Style: Was hat Sie zu Ihrer neuen Trachtenkollektion inspiriert?

Cathy Hummels: Ich wollte natürlich, dass alle Frauen in den Dirndl hübsch aussehen – kurvige Frauen, schlanke Frauen. Mein Ziel ist es, neue Trends aufzugreifen, der Tracht aber gleichzeitig treu zu bleiben. Dieses Jahr habe ich mich von Schmetterlingen inspirieren lassen, weil ich sie wunderschön finde. Dazu kommen Töne wie Flieder, Rosé und hochwertige Stoffe und Materialien.

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Welches Dirndl mögen Sie am liebsten und warum?

Ich mag natürlich alle meine Dirndl sehr gerne, aber das mit der Schmetterlingsschürze ist etwas sehr Besonderes. Es ist ein richtiger Hingucker und deshalb einer meiner Favoriten.

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Wenn Sie Ihre Angermaier-Kollektion neben Berlin auch noch in einer anderen Modemetropole präsentieren dürften – welche wäre es und warum?

Dann wäre es Paris, die Stadt ist für mich die Fashion-Hauptstadt. Wer dort einmal seine Mode präsentieren darf, hat es wirklich geschafft.

Die Tracht ist von Cathys persönlichem Familienglück beeinflusst. „Diese Kollektion liegt mir besonders am Herzen, weil sie für die ganze Familie ist“, verrät die frisch gebackene Mama. (Bild: Angermaier)

Können Sie sich noch an Ihr erstes eigenes Dirndl erinnern?

Ich habe früher immer Lederhosen getragen – als ich dann 14 Jahre alt war, habe ich mein erstes Dirndl bekommen. Es war schwarz mit einer pinken Schürze und verziert mit verschiedenen Blumenstickereien. Ich war richtig stolz!

Auf dem Oktoberfest sieht man ja viele Interpretationen der klassischen Tracht. Wo hört die Experimentierfreude Sie auf – und wo fangen die Modesünden an, wenn es um das Dirndl geht?

Das Experiment Tracht hört bei mir auf, wenn sie zu sexy ist. Also: Wenn man zu viel in ein Dirndl hineininterpretiert. Sei es Sexyness oder wenn das Dirndl komplett überladen ist. Das gefällt mir gar nicht. Eine richtige Modesünde sind Dirndl, die viel zu kurz sind.

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Welche Schuhe kombinieren wir dieses Jahr zum Lieblings-Dirndl?

Ich persönlich kombiniere am liebsten Sneaker, Ballerinas oder Boots. Ich würde immer ein festes Schuhwerk wählen, das nicht zu offen ist. Wenn dir einmal jemand auf die Füße tritt oder ein Maßkrug drauffällt, ist das nicht so schön. Richtig elegant wird es mit Pumps mit breitem Absatz oder Schuhen mit Keilabsätzen. Von Pfennigabsätzen würde ich absehen – das sieht zwar super aus, ist aber total unpraktisch.

Haben Sie auch noch einen Tipp in Sachen Accessoires für uns?

Choker sind immer toll, Tücher finde ich auch sehr schön. Was mir persönlich gut gefällt, sind Blumen im Haar.

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Sie sind gebürtige Münchnerin. Gibt es auch außerhalb des Oktoberfests einen typischen München-Style, von dem wir etwas lernen können?

Mein München-Style ist der bequeme und praktische Mama-Style mit Jeans, Shirt und Sneaker. Denn wenn ich hier bin, bin ich komplett Mama. Meistens (lacht).

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Was schätzen Sie an Bayern besonders und gibt es auch etwas, das Sie gerne ändern würden?

Am meisten schätze ich die Tradition, die Weltoffenheit und die Touristen. Wenn ich etwas ändern würde, wären es die Öffnungszeiten der Geschäfte – vor allem im Sommer, wenn es so schön warm draußen ist. Da kann man so viele schöne Sachen machen und es wäre schön, dann auch abends einkaufen zu können.