Cathie Wood: Ihre ETFs crashen? Sie ist nicht allzu besorgt!

Cathie Wood und ihre ETFs crashen regelrecht. Der Ark Innovation ETF, ihr bekanntestes Flaggschiff, notiert auf einem Fondskursniveau von ca. 40 US-Dollar unterhalb des Niveaus des Corona-Crashs. Hier lag der tiefste Punkt gemäß den Daten von Yahoo Finance bei ca. 44 US-Dollar.

Inzwischen ist es kaum vorstellbar, dass auch dieses Vehikel zwischenzeitlich oberhalb der Marke von 137 US-Dollar notierte. Die von der Starinvestorin geleiteten Fonds haben daher ihre Outperformance abgegeben und leiden so maßgeblich mit wie die Tech-Aktien, in die sie investiert.

Trotzdem behält Cathie Wood einen kühlen Kopf. Gegenüber Goldman Sachs verriet sie, dass sie nicht sonderlich besorgt sei. Hier ihre Begründung, die für Foolishe Investoren im Tech-Segment definitiv relevant sein kann.

Auch wenn die ETFs von Cathie Wood crashen: Nicht zu besorgt!

Gegenüber Goldman Sachs hat es einige Äußerungen gegeben, die wir auf dem Radar haben sollten. Zunächst einmal sei Cathie Wood auch im Hinblick auf ihre ETFs nicht allzu besorgt, weil sie offenbar das Schlimmste bereits als geschafft ansieht. So gebe es ihrer Ansicht nach Anzeichen dafür, dass der Druck aufgrund der Inflation nachzulassen beginne. Außerdem sei der Schock aufgrund der Teuerung ein einmaliges Event, das keinen repetitiven Charakter habe. Jedoch sei man selbst überrascht worden, wie lange sich das Thema Inflation letztlich halte.

Generell sieht sie die Inflation offenbar ein wenig anders. Für Cathie Wood sei der Zinsmarkt ein Indikator dafür, dass die Inflation sich einem Niveau annähere, das mit einem positiven, realen Wachstum vereinbar sei. Sie sei überrascht, dass diese Perspektive nicht inzwischen mehr Investoren beruhige. Wobei wir anmerken können: Die Zinsschritte zum Ende der letzten Woche haben die Märkte zumindest ein kleines bisschen beruhigt, kurzfristig.

Außerdem seien die Aktien und der Ark Innovation ETF inzwischen falsch bewertet. Für Cathie Wood zeigen das insbesondere die Begriffe Tech-Wracks, unprofitable Tech-Aktien und andere Aussagen, die eher Missgunst zeigen. Der Markt würde übertreiben. Ihrer Ansicht nach sollten die Unternehmen in ihrem Vehikel jedoch ein Umsatzwachstum von durchschnittlich 25 bis 27 % bis zum Jahr 2024 aufweisen. Eingepreist sei jedoch auf dem derzeitigen Bewertungsmaß eher Stagnation. Insofern könne es mittelfristig deutlich bessere Renditen geben.

Optimistin: Langfristig orientiert!

Cathie Wood wird mit Sicherheit auch für manche dieser Aussagen angegriffen. Sie sind zumindest streitbar, insbesondere was Inflation und Zinsentwicklung angeht. Das, was wir jedoch festhalten können ist: Sie investiert weiterhin in Wachstumsaktien, die auch bislang konsequent weiteres Wachstum zeigten. Gerade der tiefe Fall ihrer ETFs kann das Renditepotenzial der Zukunft sein.

Ob ihre Einschätzung an ein baldiges Ende und eine rasche Wende eintrifft, das vermag ich nicht zu beurteilen. In ihrer mittelfristigen Prognose bis zum Jahr 2024 sehe ich bezogen auf viele Tech-Aktien jedoch eine solide Chance.

Der Artikel Cathie Wood: Ihre ETFs crashen? Sie ist nicht allzu besorgt! ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Wertpapiere. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Goldman Sachs.

Motley Fool Deutschland 2022

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