Carolin Kebekus zeigt sich pessimistisch: "Kann nicht ewig so tun, als wäre das Leben geil"

Zu Beginn der dritten Staffel der "Carolin Kebekus Show" singt sich Carolin Kebekus ihren Weltschmerz von der Seele. (Bild: WDR/Ben Knabe)
Zu Beginn der dritten Staffel der "Carolin Kebekus Show" singt sich Carolin Kebekus ihren Weltschmerz von der Seele. (Bild: WDR/Ben Knabe)

Immer den Schein zu wahren, dass "alles gut" ist - darauf hat Carolin Kebekus keine Lust mehr. In einem neuen Song hat die Komikerin nun ihren Frust verarbeitet.

Gute Laune - das ist in Zeiten von Pandemie, Krieg und Klimawandel nicht immer einfach. Nichtsdestotrotz greifen viele Menschen häufig trotzdem zur Notlüge und behaupten, alles sei in bester Ordnung, auch, wenn dem nicht so ist. "Egal, wie's einem geht, immer sagt man: danke gut!", bemerkt auch Carolin Kebekus, die am Donnerstag, 28. April, um 22.50 Uhr, mit neuen Folgen von "Die Carolin Kebekus Show" zurückkehrt und gleich zum Auftakt einmal mehr mit einem musikalischen Highlight aufwartet.

Getreu dem Prinzip, dass ein schmissiger Song selbst die kritischste Message erträglicher macht, singt Kebekus in "Alles Gut" über all das, was momentan rund um den Globus schief zu laufen scheint. "Die Welt ist nicht mehr wie sie war, eine Katastrophe nach der nächsten und wir leben trotzdem irgendwie unseren Alltag weiter", moderiert die 41-Jährige ihr neues Musikvideo an. "In meinem Instafeed wechseln sich jeden Tag Bilder von Kriegsverbrechen und Spendenaufrufe für Geflüchtete ab mit Rezepten für One Pot Pasta und Fashion Hacks, wie ich mir am schönsten das T-Shirt in die Hose stecken soll."

"Keine Chance auf Happy End"

Auch der knapp dreiminütige Clip bildet diese Ambivalenz ab: Kebekus sitzt im pompös-pinken Kleid in einem kunterbunten Haus und singt lächelnd über den Verfall der Welt: Sie habe "keine Kraft mehr für Spaß", doch wie immer sei "alles gut". Die Mieten seien "viel zu hoch, zu wenig Platz um hier zu wohnen", zudem beklagt Kebekus "Korruption, Inflation, Nestle, Bild und Amazon".

Auch im Laufe des Songs fehlt von Optimismus jede Spur. "Kann es sein, dass wir uns nur maskieren? Haben wir denn noch was zu verlieren?", fragt Kebekus im Refrain. "Niemand sagt, wie weh das tut, doch mir fehlt der Mut. Ich sag einfach immer 'alles gut'." Auch in Bezug auf den Klimawandel handle niemand, es gebe "keine Chance auf Happy End". Ähnlich sieht es mit Corona aus: "Pandemie endet nie", singt die Komikerin, und sieht "schon die nächste Mutation" auf uns zurollen.

Das ernüchternde Fazit des Liedes: Wir "sind verloren, das Ende droht". Carolin Kebekus stellt fest, die Welt befinde sich "auf Intensivstation" und sei bereits "klinisch tot". Es gebe "keine News, die mich aufmuntern, im Gegenteil". Die Comedienne könne deshalb "nicht ewig so tun, als wäre das Leben geil". Auf ein Happy End warten Fans also auch in Kebekus' Lied vergeblich.

Die Auftaktfolge der "Carolin Kebekus Show" ist bereits ab 20.15 Uhr in der ARD Mediathek und um 22.50 Uhr im Ersten zu sehen.

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