“Carmen” auf der Bregenzer Seebühne

Inmitten einer bezaubernden Landschaft im österreichischen Teil des Bodensees präsentieren die Bregenzer Festspiele mit dem “Spiel auf dem See” jeden Sommer erstklassige Opern unter freiem Himmel.

Daneben lockt das Festival mit Uraufführungen, Theaterstücken und klassischen Konzerten.

Auf der weltweit größten See-Bühne gibt es in den Monaten Juli und August insgesamt mehr als 80 Aufführungen. Die Organisatoren erwarten rund 200.000 Besucher.

Mit einer Neuproduktion des Opernklassikers “Carmen” werden die Bregenzer Festspiele eröffnet. Dafür hat sich der dänische Regisseur Kasper Holten riesige Hände auf die Seebühne bauen lassen: “Carmen ist eine Geschichte, in der man nicht einfach nur ein Stück auf einen See sieht. Es verbindet Bühne mit Wasser und Himmel. Die Natur hilft uns, die wirklich dramatischen Momente in dieser Geschichte zu erzählen.”

Für das Werk des französischen Komponisten Georges Bizet entwarf die britische Künstlerin Es Devlin das Bühnenbild: “Wenn wir das Wasser nicht miteinbeziehen, dann schwebt die Bühne einfach oben auf dem Wasser und keinen interessierts. Aber weil wir auf und im Wasser aufführen, spielt es eine wichtige Rolle. Wir haben eine Bühne gebaut, die wandelbar ist.”

Meistens ist die Kulisse auch auf die landschaftliche Umgebung, und vor allem auf den See abgestimmt.

Die erste Bregenzer Festwoche fand 1946, ein Jahr nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, auf zwei Kieskähnen statt. Heute ist es eins der größten klassischen Festivals.