Carlos Sainz: WRX ist keine Konkurrenz für die Rallye-WM

Der WRX-Boom schadet der Rallye-WM nach Einschätzung von Carlos Sainz nicht


Die Rallycross-Weltmeisterschaft (WRX) hat seit ihrer Gründung im Jahr 2014 einen rasanten Aufstieg hingelegt. Frühere Rallye-Weltmeister wie Sebastien Loeb und Petter Solberg haben dort ein neues Betätigungsfeld gefunden, mit Peugeot und Volkswagen sind dort Hersteller aktiv, die einstmals in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) aktiv war. Dennoch sieht der zweimalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz die WRX nicht als Konkurrenz für die Rallye-WM an.

"Das kann man nicht miteinander vergleichen, wir sprechen da von unterschiedlichen Disziplinen", verweist Sainz am Rande der FIA-Sportkonfernez in Genf auf die großen sportlichen Unterschiede beider Serien. Der "Matador", so sein Sainz' Spitzname, ist daher überzeugt: "Wer den Rallyesport liebt, wird ihn auch weiterhin verfolgen."

Und dieser entwickle sich aktuell in die richtige Richtung. "Die letzten Veränderungen an den Rallye-Autos waren die richtige Entscheidung", findet Sainz. "Sie sind nun für die Fahrer schwieriger zu beherrschen. Das war ein richtiger Schritt der FIA", lobt er die neuen WRC-Boliden des Jahrgangs 2017.

Vermissen tut Sainz aber eine klar definierte Karriereleiter im Rallyesport, die Nachwuchspiloten eine konkrete Aufstiegsmöglichkeit liefert. Sainz würde sich daher wünschen, dass der Gesamtsieger einer Klasse wie der WRC2 im darauffolgenden Jahr garantiert in der nächsthöhren Klasse fahren kann. "Die Sieger sollten richtig belohnt werden, der Aufstieg sollte ihnen sicher sein", fordert der Spanier.

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