Carlos Sainz: Möchte schon in Abu Dhabi den Ferrari testen

Norman Fischer
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"Es ist kein Geheimnis, dass ich daran interessiert wäre, bei diesem Test dabei zu sein und den Ferrari zu fahren", sagt Carlos Sainz. Gemeint ist der letzte Testtag der Saison, der nach dem finalen Rennen in Abu Dhabi stattfinden wird. Der Spanier wird McLaren verlassen und 2021 für Ferrari fahren und würde dabei gerne einen Frühstart hinlegen.

"Aber das hängt von persönlichen Interessen anderer Teams ab, über die man sich einig werden müsste - und die FIA muss ihr Okay geben", weiß Sainz. Das könnte allerdings schwierig werden.

Eine Freigabe von McLaren könnte dabei noch das geringste Problem sein, denn der Rennstall hat bereits angekündigt, nicht an den Testfahrten in Abu Dhabi teilnehmen zu wollen, weil man keinen Sinn darin sieht. Sainz' Dienste würden somit nicht mehr gebraucht werden.

Ferrari hat hingegen gleich eine ganze Reihe von Junioren, die man gerne fahren lassen würde: Mick Schumacher, Callum Ilott und Robert Schwarzman sind für den Formel-1-Test prädestiniert, könnten aber auch bei den Kundenteams Haas und Alfa Romeo zum Einsatz kommen.

Der größte Stolperstein ist das Okay der FIA, denn das wird es aller Voraussicht nach nicht geben. Eigentlich sollte der Test über drei Tage gehen und eine Kombination aus Reifen- und Young-Driver-Test sein. Weil die Einführung der 18-Zoll-Reifen mittlerweile auf 2022 verschoben wurde und die Pneus beinahe unverändert bleiben, hat man sich darauf geeinigt, nur einen Tag für junge Fahrer zu nutzen.

Artikel 10.5 b) des Sportlichen Reglements legt dabei ganz klar fest, dass ein Fahrer in seiner Karriere nicht mehr als zwei Grands Prix bestritten haben darf, um für den Test infrage zu kommen. Aus dem gleichen Grund darf auch Fernando Alonso nicht für Renault testen, obwohl diese eine Ausnahme beim Weltverband erwirken wollten.

Für Sainz ist das schade, denn er würde sich gerne besser auf seine Zeit in Maranello vorbereiten können. Denn auch die Wintertestfahrten umfassen vor der Saison 2021 nur drei Tage - also im Grunde eineinhalb Tage für jeden Fahrer. "Ohne das Auto vorher gekannt zu haben, ist es so praktisch unmöglich, auf das erste Rennen vorbereitet zu sein", hadert Sainz.

"Das wird meine erste Saisonhälfte bei Ferrari sehr schwierig machen, was auch für Fernando, (Daniel) Ricciardo und andere Fahrer gilt, die das Team wechseln." Für Sainz ein Unding: "Ich verstehe nicht, warum es nur drei Tage sind. Ich bin nicht dafür, vor allem da es keine Testfahrten während der Saison gibt."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.