Cannes 2017: Zehn Filme, die Sie im Auge behalten sollten

„Die Verführten“ (Bild: Focus Features)

Heute ist der offizielle Start des 70. Cannes Film Festivals. Bis 28. Mai können Filmfans in Frankreich zwischen 49 Filmen aus 29 Ländern wählen — darunter neun Regiedebüts und zwölf Filme von weiblichen Filmschaffenden. Wer den großen Preis des Festivals – die Goldene Palme – mit nach Hause nimmt, bestimmt die Jury, bestehend aus dem Vorsitzenden Pedro Almodóvar sowie Will SmithJessica Chastain, Fan Bingbing, Agnès Jaoui, Paolo Sorrentino, Maren Ade, Park Chan-wook und Gabriel Yared. Egal, welcher der Filme, der in den nächsten beiden Wochen an der französischen Riviera ihr Debüt feiern, den Preis gewinnt – auch in der Kategorie „ferner liefen“ dürften einige der besten Filme des Jahres dabei sein. Hier sind die zehn Filme — acht davon kämpfen um die Goldene Palme, zwei nicht –, von denen wir in der Zukunft mehr sehen wollen.

„The Killing of a Sacred Deer“
Colin Farrell und Regisseur Yorgos Lanthimos knüpfen – gemeinsam mit Nicole Kidman und Alicia Silverstone — an The Lobster an und schaffen einen Psycho-Thriller über einen Teenager, der eine nicht sehr gesunde Beziehung zu einem Chirurgen aufbaut.

„Die Verführten“
Sofia Coppola führt Regie in diesem Remake des Clint Eastwood-Thrillers von 1971, das mit einer herausragenden Besetzung aufwartet (allen voran Colin Farrell, Nicole Kidman, Kirsten Dunst und Elle Fanning). Der Film handelt von einem verwundeten Bürgerkriegssoldaten, der in einem reinen Mädcheninternat Zuflucht findet.

„Okja“
Der neueste Streich des südkoreanischen Autorenfilmers Bong Joon-ho über ein junges Mädchen, das ihren riesigen, tierischen besten Freund retten will, nachdem er von einem Unternehmen gefangen genommen wurde, sorgte an der Croisette für großen Wirbel. Der Grund? Der Film wurde von Netflix veröffentlicht (und verstößt damit gegen die französischen Regeln, dass Filme zunächst eine längere Zeit im Kino laufen müssen, bevor sie in Haushalten gezeigt werden dürfen).

„You Were Never Really Here“
Sechs Jahre nach „We Need to Talk About Kevin“ kehrt Regisseurin Lynne Ramsay mit diesem Thriller über einen Kriegsveteranen (Joaquin Phoenix) zurück, der das Ziel hat, ein junges Mädchen vor einem Mädchenhandel-Ring zu retten.

„Happy End“
Die vorangegangenen Filme des österreichischen Provokateurs Michael Haneke — „Das Weiße Band“ von 2009 und „Liebe“ von 2012 – gewannen beide die Goldene Palme. Ganz klar, dass nun alle Augen auf sein neuestes Werk mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle gerichtet sind. Berichten zufolge soll es sich um ein Familiendrama im Kontext der europäischen Flüchtlingsdebatte handeln.

Wonderstruck“
Dieses Drama von Regisseur Todd Haynes („Carol“), das auf dem gleichnamigen Roman von Brian Selznick aus dem Jahr 2011 basiert, verfolgt zwei Handlungsstränge: Der eine spielt 1927, der andere 1977. In beiden geht es um junge Menschen, die auf der Suche nach dem Erwachsenenleben von Zuhause davon laufen. Zur Besetzung zählen Julianne Moore, die bereits in Haynes „Safe“ und „Dem Himmel so fern“ mitspielte sowie Michelle Williams.

„Good Time“
Im neuen Drama von Josh und Ben Safdie („Heaven Knows What“) spielt Robert Pattinson einen Bankräuber aus New York City, der verzweifelt Geld auftreiben will, um seinen Bruder und Komplizen aus dem Knast herauszuholen.

„The Meyerowitz Stories“
Adam Sandler gönnt sich eine Auszeit von seinen Netflix-Komödien und versucht sich in dieser Familiensaga von Regisseur und Drehbuchautor Noah Baumbach (Gefühlt Mitte Zwanzig) erneut in einem Drama. Der Film handelt von einem New Yorker Clan, der zusammenkommt, um die künstlerische Karriere des Familienvaters zu feiern. Neben Sandler spielen außerdem Ben Stiller, Candice Bergen, Emma Thompson und Dustin Hoffman mit.

„Before We Vanish“
Kiyoshi Kurosawa ist einer von Japans unkonventionellsten – und faszinierendsten – Genre-Filmemachern. In der „Un Certain Regard“-Rubrik des Festivals zeigt er uns einen fesselnden Sci-Fi-Film über drei Aliens, die zur Vorbereitung auf eine Masseninvasion die Kontrolle über menschliche Körper übernehmen.

„An Inconvenient Sequel: Truth to Power“
Elf Jahre nachdem er das Filmpublikum das erste Mal vor den eskalierenden Gefahren durch den Klimawandel warnte, kehrt der ehemalige Vizepräsident Al Gore für die Fortsetzung zurück: Eine Diagnose des aktuellen Zustandes unseres Planeten.

Nick Schager
Redakteur
Yahoo Movies