BYD: Optimistische Prognose – Aktie dennoch im Rückwärtsgang

Jochen Kauper
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BYD: Optimistische Prognose – Aktie dennoch im Rückwärtsgang

Die Aktie von BYD tut sich derzeit etwas schwer. Das Papier pendelt seit mehreren Wochen in einer Range zwischen 7,20 Euro und 8,20 Euro. Dabei wären die Voraussetzungen für weiter steigende Kurse durchaus gegeben. Erst vor wenigen Tagen gab BYD seine Absatzzahlen für den Autosektor bekannt. Demnach hat die Mannschaft von Vorstand Wang Chuanfu das Ziel schon jetzt erreicht.

Von Januar bis Oktober verkaufte BYD 82.859 Autos. Für 2018 ist ein Absatz von 200.000 Elektroflitzern geplant. Hinzu kommt die neue Modellreihe Dynasty: ein elektrischer SUV mit sieben Sitzen. Letzten Meldungen zu Folge sollen für den Renner 40 Tage nach der Markteinführung bereits 20.000 Orders vorliegen.
Schon zum zur Feier des 23-jährigen Bestehens des Autobauers hat BYD-Chef Chuanfu eine sehr optimistische Prognose abgegeben. bis zum Jahr 2025 will der Autobauer die Umsätze auf umgerechnet 120 Milliarden Euro vervielfachen. Zum Vergleich: 2018 wird BYD rund 14,6 Milliarden Euro umsetzen. 

Daiwa und Nomura bullish
Kein Wunder, dass mehrere Analysten zuletzt das Ziel für die Aktie nach oben geschraubt haben. Daiwa hob das Kursziel für die BYD-Aktie von 58 auf 85 Hongkong-Dollar an. Das sind umgerechent 9,23 Euro. Die Experten begründeten den Schritt mit guten Wachstumsaussichten für 2018. Positiv gestimmt sind auch die Experten von Nomura. Ihr Kursziel lautet 94 Hongkong-Dollar (10,21 Euro). Nomura sieht für BYD vor allem sehr gute Chancen im Batteriegeschäft.

BYD kann im Vergleich zu vielen Konkurrenten auf eine interessante Wertschöpfungskette blicken: Für die Elektroautos baut BYD das wichtigste Assett, die Batterie selber. Ein spannendes Segment von BYD ist auch das Monorail-Geschäft. Vor wenigen Wochen unterzeichnete BYD mit der philippinischen Stadt Iloilo einen Vertrag zum Bau einer Monorail-Bahn.

Weiterer Anstieg wahrscheinlich
Nach dem fulminanten Anstieg von 5,00 Euro auf 9,00 Euro ist das Papier in die Konsolidierung übergegangen. kein Beinbruch. In den letzten Tagen senkten die Analysten von Macquarie und UOB ihre Ziele - ebenfalls kein Beinbruch. DER AKTIONÄR bleibt von der Story überzeugt. Das reduzierte Kursniveau macht die Story derzeit sogar wieder für Neueinsteiger interessant. Ein Abstauberlimit können Anleger bei 7,10 Euro setzen. Ein weiteres bei 6,95 Euro. Es bleibt dabei: Die Aktie von BYD sollte man nicht aus der Hand geben. Die Aussichten sind gut: BYD ist der größte Elektroautobauer weltweit. Die Batterien für die Stromer baut die Mannschaft von Wang Chuanfu selbst. China wird alles dafür tun, zum Leitmarkt in Sachen E-Mobility zu werden. Nicht zu vergessen: Das Know-How von BYD im Bereich Elektrobusse sowie die spannende Monorail-Technologie!