BVG: So rüstet sich Berlins Nahverkehr für barrierefreie Zukunft

Eine junge Frau im Rollstuhl fährt aus einem Fahrstuhl heraus auf den Bahnsteig

Manchmal gleicht das Aufzugfahren im Berliner Nahverkehr einer einzigen Geduldsprobe: warten, warten, warten. Täglich erleben das Familien mit Kinderwagen, Senioren, Radfahrer und Menschen, die mit dem Rollstuhl unterwegs sind.

Dabei wollen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bis 2020 barrierefrei sein. Die Anstrengungen sind in vollem Gange. So sind bereits jetzt die Busse der BVG barrierefrei, im Laufe des Jahres werden die letzten Berliner Tatra-Straßenbahnen ausgemustert. Von 173 BVG-Bahnhöfen verfügen aktuell 153 über Fahrstühle oder Rampen. Wo diese bisher fehlen, sind sie geplant. Mit der App der BVG lässt sich auch unterwegs eine barrierefreie Route ermitteln. Der Aufwand hat auch demografische Gründe: Berlin wächst.

Die Bevölkerungsprognose von 2016 sieht Berlin im Jahr 2030 als Vier-Millionen-Metropole. Mehr Familien mit Kinderwagen sind dann in der Stadt unterwegs. Auch die Zahl der Senioren wächst: In 13 Jahren wird jeder vierte Berliner älter als 65 Jahre sein. Deutschlandweit steigt laut Statistischem Bundesamt die Zahl der Menschen über 80 Jahre bis 2050 von heute vier auf zehn Millionen. Es führt kein Weg daran vorbei: Die Hauptstadt muss für die Zukunft altersgerecht und barrierefrei werden.

Immer wieder mal streiken Fahrstühle

Doch noch immer bereiten Knotenpunkten wie die Bahnhöfe Friedrichstraße und Alexanderplatz Probleme. Das bekommen vor allem Rollstuhlfahrer zu spüren. "Der Alex wird unglaublich stark frequentiert, und es gibt einfach zu wenige Aufzüge. Ic...

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