Reus erklärt sein krummes Ding auf Gladbachs Acker

Maximilian Lotz, Christoph Küppers, Sportinformationsdienst (SID)
Marco Reus verlängerte am Freitag seinen Vertrag bis 2023

Die BVB-Fans skandierten seinen Namen noch minutenlang nach dem Abpfiff, und Marco Reus genoss diese verbalen Streicheleinheiten gemeinsam mit seinen Kumpels Mario Götze und Andre Schürrle in vollen Zügen.

Eine gelungene Kombination des Kreativ-Trios, das erstmals gemeinsam in der BVB-Startelf stand, machte beim 1:0 (1:0)-Erfolg bei Borussia Mönchengladbach den Unterschied und führte die Dortmunder in der Tabelle auf Rang zwei. (DATEN: Tabelle der Bundesliga)

Reus schloss gegen seine alte Liebe nach Vorarbeit von Götze und Schürrle sehenswert über den verdutzten Gladbacher Torhüter Yann Sommer hinweg zur Führung (32.) ab - es war Reus' erster Treffer seit dem 20. Mai 2017 gegen Bremen. (DATEN: Alle Ergebnisse im Überblick)

"Ich habe den Ball gar nicht gut getroffen. So wollte ich eigentlich nicht schießen. Ich bin aber trotzdem froh, dass er so reingegangen ist", sagte Reus später bei Sky und bekannte: "Wir haben viel Glück gehabt, Gladbach war eigentlich die bessere Mannschaft."


Bürki stellt Saisonrekord auf

Vor allem der herausragende Roman Bürki trieb die nun seit vier Spielen sieglosen Gladbacher in die Verzweiflung. (LIVETICKER zum Nachlesen)

"Wir haben mit einem außergewöhnlichen Tor und mit einem überragenden Torhüter, der uns den Sieg festgehalten hat, das Spiel über die Zeit gebracht", sagte BVB-Trainer Peter Stöger, der auch in seinem achten Spiel ungeschlagen blieb und damit einen Klub-Rekord aufstellte.


Die elf Paraden von Schlussmann Bürki waren ebenfalls Saisonrekord. "Ich bin stolz auf die Leistung und froh, dass ich der Mannschaft helfen konnte", sagte Bürki bei SPORT1 - und nahm den Kritikern damit den Wind aus den Segeln: "Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft, am Donnerstag war ich wieder der Idiot. Ich nehme es, wie es kommt. Ich versuche immer mein Bestes und bin froh, dass es heute geklappt hat."

Mit Selbstvertrauen nach Bergamo

Den Schwung will Bürki nun ins Sechzehntelfinale der UEFA Europa League mitnehmen, um auch im Rückspiel bei Atalanta Bergamo am Donnerstag (ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) zu bestehen. "Wir müssen dort sehr dominant auftreten und zeigen, dass wir unbedingt weiterkommen wollen", sagte der Schweizer.

Am 22. Februar zeigt SPORT1 das Gastspiel des BVB in Bergamo ab 21 Uhr LIVE im TV. Der Countdown zur UEFA Europa League Zeiten beginnt bereits ab 19 Uhr. In den Highlights ab 23.00 Uhr werden ausführliche Zusammenfassungen der restlichen Partien mit dem anderen deutschen Vertreter RB Leipzig und den internationalen Top-Teams wie Arsenal, Marseille, Milan, Atletico, Lyon oder Lazio sowie Reaktionen zu den Spielen gezeigt.

Auf dem schwer bespielbaren Rasen machte Bürki gleich mehrere Chancen der Gladbacher zunichte, wie etwa gegen Lars Stindl (13.) und Raul Bobadilla (28.). Jannik Vestergaard (42.) traf zwar ins Tor, er stand aber im Abseits, und Schiedsrichter Bastian Dankert entschied mit Hilfe des Video-Assistenten richtig.

Stindl und Co. verzweifeln an Bürki

Gladbach erhöhte nach der Pause den Druck und drängte den BVB energisch zurück. Stindl und Bobadilla scheiterten innerhalb weniger Sekunden an Bürki (55.), BVB-Abwehrchef Sokratis kratzte den Ball anschließend von der Linie. Hazard (59.) schloss nach doppeltem Doppelpass zu hektisch ab.

Dortmund gingen nach der Europa-League-Partie am Donnerstag gegen Atalanta Bergamo (3:2) zunehmend die Kräfte aus, rettete das Ergebnis aber schließlich über die Zeit.