BVB-Krise: Zorc wehrt sich gegen Fitness-Kritik

Michael Zorc sucht nach Gründen für die Krise bei Borussia Dortmund

Seit Wochen befindet sich Borussia Dortmund in einer Krise. Höhepunkt des Negativlaufs war das 4:4 gegen Schalke 04 am vergangenen Wochenende, als der BVB eine 4:0-Führung verspielte.

Auf der Jahreshauptversammlung der Schwarz-Gelben erteilte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke den Auftrag "jeden Stein umzudrehen", um den Grund für die Misere zu finden.


Ein Punkt, der von Beobachtern immer wieder kritisch beäugt wird: die mangelnde Fitness der Spieler.

Diesen Vorwurf will Manager Michael Zorc aber nicht stehen lassen. Gegenüber der WAZ sagte der 55-Jährige: "Die Laufstrecken und auch die Intensitäten, mit denen in den unterschiedlichen Tempobereichen gelaufen wird, sind in der zweiten Halbzeit die gleichen wie in der ersten. Das spricht gegen die Theorie, die Mannschaft sei nicht fit."

Die vier Gegentore in der zweiten Hälfte gegen Schalke sind nur das jüngste Beispiel, dass die Dortmunder in den letzten Spielen im zweiten Durchgang häufig nur hinterher gelaufen sind.

Analyse zu Schalke-Spiel verwirrt Zorc

Die Hälfte aller Gegentore kassierte der BVB nach der 60. Minute. Die Ergebnisse der Analyse zum Schalke-Derby versteht Zorc daher umso weniger: "Die Bilder aus dem Schalke-Spiel zeigen, dass wir uns schon direkt nach der Pause, beim Stand von 4:0 und ergo zu einem Zeitpunkt, zu dem niemand müde sein kann, weil gerade erst Pause war, völlig anders verhalten als zuvor." 

Die Körpersprache war laut Zorc nicht ausreichend, der Wille zum Ballbesitz nicht genug ausgeprägt, beim Gegenpressing wurde zu nachlässig gearbeitet. "Und das beim Stand von 4:0 gegen Schalke, wenn man sich in der besten aller Welten eins BVB-Spielers befinden müsste", zeigte sich Zorc enttäuscht.