Warum der BVB nach Hummels' Aus nicht mehr wechselte

SPORT1
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Borussia Dortmund musste nach der Verletzung von Mats Hummels die Champions-League-Partie gegen Lazio Rom (1:1) in Unterzahl beenden.

Aber hätte Trainer Lucien Favre nicht noch einen frischen Mann, etwa Rückkehrer Dan-Axel Zagadou, einwechseln können? Schließlich hatte der Schweizer zu dem Zeitpunkt erst vier seiner fünf möglichen Wechsel getätigt.

"Wir konnten nicht mehr", erklärte Favre hinterher bei Sky. "Wir dürfen nur drei Mal intervenieren, nicht vier Mal."

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UEFA erlaubt bis zu fünf Wechsel in der Champions League

Und damit hatte der BVB-Coach vollkommen recht. Zwar hat die UEFA - wie die Bundesliga - wegen der aktuell hohen Belastung in Zeiten der Corona-Pandemie den Teams im Europapokal bis zu fünf Auswechslungen erlaubt. Allerdings darf sich die Zahl der Spielunterbrechungen dadurch nicht erhöhen.

Favre hatte mit der Einwechslung von Nico Schulz in der 62. Minute, dem Doppelwechsel von Julian Brandt und Jadon Sancho in der 76. Minute und der Hereinnahme von Axel Witsel in der 88. Minute bereits drei Mal das Spiel unterbrochen. Hätte er Schulz beispielsweise schon in der Halbzeitpause eingewechselt, hätte er den verletzten Hummels in der Nachspielzeit noch durch einen frischen Mann ersetzen können.

Denn die drei Gelegenheiten, Spieler auszutauschen, "beinhalten keine Wechsel zur Pause, zwischen dem Ende der regulären Spielzeit und der Verlängerung sowie in der Pause der Verlängerung", wie es auf der offiziellen Webseite der UEFA heißt.

Hummels bekam in der Nachspielzeit von Ciro Immobile unabsichtlich einen Tritt auf den linken Fuß und musste unter Schmerzen sowie gestützt von Betreuern das Feld verlassen.