BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke kritisiert: Alle Spieler "sind im Prinzip alle Ich-AGs"

Borussia Dortmunds Geschäftsführer ist von Neu-Trainer Lucien Favre und dessen Arbeit in den ersten Wochen schwer angetan.

Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund hat Kritik an der Einstellung der heutigen Profis geübt. Der Geschäftsführer des BVB führte in der Bild an, dass die Spieler zu einem großen Teil nur eigene Interessen vertreten würden.

"Die Spieler haben heute viel mehr Möglichkeiten, sich zu positionieren. Sie haben ganze Beraterteams, Medienberater und was weiß ich nicht alles. Es sind ja im Prinzip alles Ich-AGs, die du dann versuchst, zu bündeln", sagte Watzke und bezog sich dabei wohl unter anderem auf die Streik-Profis Ousmane Dembele oder Pierre-Emerick Aubameyang.

Der BVB will künftig daran arbeiten, den Spielern wieder mehr Teamgeist zu vermitteln sowie die Distanz zwischen Spielern und Fans nicht zu groß werden zu lassen: "Eine ganz große Aufgabe auch von Sebastian Kehl! Wir werden versuchen, ob wir da so eine Trendumkehr hinbekommen. Ich bin mir aber auch noch nicht sicher, ob das wirklich durchgreifend funktionieren kann."

Heimspiele: Watzke vergibt Noten an BVB-Spieler

Nach Heimspielen, das verriet Watzke, werden die Spieler mit Schulnoten bewertet: "Wenn ich mit meinem innersten Kreis zusammensitze, also meinen engsten Mitarbeitern, denen ich total vertraue. Wir sitzen dann oft noch zusammen später nach dem Spiel, trinken ein Glas, damit man runterkommt und irgendwann werden dann auch Noten verteilt."

Der Geschäftsführer sitzt dann mit "sechs, sieben, acht Leuten zusammen" und benotet jeden eingesetzten Spieler der Reihe nach: "Das macht dann Spaß, da wird auch viel diskutiert über die einzelnen Noten. Das ist ganz cool. Ist aber am Ende natürlich ein Scherz."