Butter im Test: Eine enthielt viele Keime

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: gettyimages)

Für viele ist Butter einfach unersetzlich – ob aufs Brot, zum Backen oder Kochen. Stiftung Warentest hat 30 Sorten ins Labor geschickt. Eine fiel mit der Note „Mangelhaft“ wegen zu vieler Keime durch, zwei Bio-Produkte sind nur „Ausreichend“. Aber jede zweite Butter ist gut. Die Testsieger stellen wir Ihnen vor.

 

Mancher würde sich nur ungern die Butter vom Brot nehmen lassen und auch beim Zubereiten von Speisen oder beim Backen ist die „gute Butter“ für viele einfach unverzichtbar. Doch welche Sorte soll es sein? Die Auswahl in den Supermärkten ist groß.

Stiftung Warentest hat 15 Sorten mildgesäuerte Butter und 13 Sorten Süßrahmbutter sowie zweimal Sauerrahmbutter ins Labor geschickt. Darunter so bekannte Marken wie Landliebe, Weihenstephan und Kerrygold. Fast die Hälfte der getesteten Produkte ist mit „Bio“ deklariert.

Eine bekannte Marke und zwei Bio-Produkte am schlechtesten

Die Original Irische Süßrahmbutter von Kerrygold fiel im Test glatt durch. „Im Labor stellten wir eine sehr hohe Gesamtkeimzahl fest und wiesen zudem Keime nach, die auf mangelnde Hygiene bei der Produktion schließen lassen“, heißt es im Testbericht. Dafür gab es „Mangelhaft“.

Die Maximum natur Bio Süssrahm Butter von Netto schaffte zwar beim Test auf Keime immerhin noch ein „Befriedigend“, blieb aber beim Geschmackstest mit der Note 4,0 auf der Strecke. Ähnlich sah es bei der Bio-Fassbutter Sauerrahmbutter der Gläsernen Molkerei aus. Für die mikrobiologische Qualität gab es die Note 2,5, bei der sensorischen Prüfung schnitt die Butter nur mit der Note 4,5 ab. Beide seien bröckelig und würden leicht alt schmecken, so Stiftung Warentest.

Immerhin jede zweite Butter schnitt im Test „gut“ ab. Die drei besten unter den guten stammen aus der Handelsklasse Deutsche Markenbutter:

(Bild: Stiftung Warentest)

Rewe Bio Deutsche Markenbutter Süßrahmbutter

Unter den 13 getesteten Süßrahmbuttern schaffte nur die von Rewe die 1 vor dem Komma. Bei der Schadstoffprüfung bekam sie eine glatte 1,0, die mikrobiologische Qualität beurteilten die Prüfer mit der Note 2,0. Ebenso schnitt sie beim Geschmackstest ab. „Sie riecht und schmeckt rein, mit kräftiger Butternote“, heißt es im Test.

250 Gramm kosten durchschnittlich 2,15 Euro.

(Bild: Stiftung Warentest)

Sachsen Milch Unsere Butter Deutsche Markenbutter mildgesäuert

Der Labortest ergab eine „sehr gute“ mikrobiologische Qualität und auch bei der sensorischen Prüfung konnte diese mildgesäuerte Butter überzeugen: „Riecht und schmeckt rein und frisch, mit kräftiger Butternote“. Insgesamt kam das Produkt auf die Note 1,8 und platziert sich damit haarscharf hinter dem Testsieger.

250 Gramm kaufte Stiftung Warentest für 2,39 Euro ein.

(Bild: Stiftung Warentest)

Testsieger: Edeka Gut & Günstig Deutsche Markenbutter mildgesäuert

Zwei Zehntelnoten besser schnitt die Butter von Edeka gegenüber der von Sachsenmilch bei der Streichfähigkeit ab. Das bescherte ihr den knappen Testsieg. Insgesamt kam sie ebenfalls auf die Note 1,8. „Cremefarben. Etwas weich. Riecht und schmeckt rein und frisch, leicht nach Rahm. Im Mund kühlend“, so das sensorische Urteil.

Der große Unterschied zum Zweitplatzierten zeigt sich allerdings im Preis: Das Stück mit 250 Gramm ist für günstige 1,29 Euro zu haben.

Den vollständigen Testbericht von Stiftung Warentest zum Thema „Butter“ finden Sie hier (kostenpflichtig).