Ein Business mit Freunden aufbauen: Mit diesen vier Tipps klappt das, ohne die Freundschaft zu riskieren

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Ein gemeinsames Business wird eure Freundschaft entweder stärken oder auf die Probe stellen.
Ein gemeinsames Business wird eure Freundschaft entweder stärken oder auf die Probe stellen.

Ein Business zusammen mit euren Freunden aufzubauen könnte die beste oder die schlechteste Idee sein, die ihr je hattet. Von Beginn an wisst ihr, wie die andere Person denkt, könnt offen miteinander kommunizieren und verfolgt idealerweise auch noch ähnliche Ziele im Leben. Gleichzeitig kann eure Beziehung dabei enorm auf die Probe gestellt werden und es soll Freundschaften geben, die am gemeinsamen Gründen zerbrochen sind.

Um das zu vermeiden, solltet ihr einiges beachten, wenn ihr euch dazu entscheidet, mit euren Freunden zusammen ein Unternehmen aufzubauen. Der US-Nachrichtendienst Bloomberg hat mit befreundeten Gründern gesprochen. Marianne Fabre-Lanvin und Thomas Delaude sind seit Kindheitstagen befreundet. In diesem Jahr haben sie die Weinfirma Souleil Vin de Bonté gegründet. Diese vier Tipps für ein erfolgreiches Business unter Freunden verriet Marianne Fabre-Lanvin Bloomberg.

1. Umgebt euch mit Menschen, mit denen ihr gerne Zeit verbringt

Wie Bloomberg berichtete, besteht Marianne Fabre-Lanvins Team hauptsächlich aus Angehörigen oder aus Freunden, die längst zu Familienmitgliedern geworden sind. Sie arbeitet also tagtäglich mit Menschen, mit denen sie auch abseits des Jobs viel Zeit verbringt. Das könne die Grundvoraussetzung für eine klare Kommunikation untereinander sein, wodurch ihr die sonst übliche Kennenlernphase beim Zusammenstellen eines neuen Teams überspringen könnt. Zudem wisst ihr laut der Autorin bereits über die individuellen Bedürfnisse eurer Freunde Bescheid und könntet euch sicher sein, dass jeder mit Hingabe und einer gewissen Ernsthaftigkeit bei der Sache ist. Ein zusätzlicher Bonus sei für sie gewesen, dass jeder ihrer Freunde zuvor in einer anderen Branche gearbeitet habe, was dem Unternehmen Expertise in allen relevanten Bereichen eingebracht hätte.

2. Gründet mit Freunden, die mehrere Begabungen haben

Wie Fabre-Lanvins betonte, müsse man vor allem in den frühen Phasen einer Unternehmungsgründung möglichst viele Arbeitsbereiche gleichzeitig abdecken können. Ein großes Team, an das man direkt gezielt Teilaufgaben abgeben kann, gibt es da meist noch nicht. Es sei daher wichtig, einen Businesspartner zu finden, mit dem ihr zwar einige gemeinsame Nenner habt, der aber zusätzlich fundiertes Wissen in anderen Bereichen mitbringt. Sie sei beispielsweise eine Expertin in Kommunikation und Projektmanagement und kenne den US-amerikanischen Weinmarkt in- und auswendig. Ihr Freund Thomas Delaude hingegen sei ein Talent hinsichtlich der Auswahl neuer Weine sowie der Herstellung und dem Vertrieb. Zusammen würden sie sich ideal ergänzen.

3. Habt kein Problem mit unangenehmer Arbeit

Wie bereits erwähnt, könnt ihr bei kleinen Unternehmen oftmals keine oder kaum Aufgaben abtreten. Auch nicht solche, die Zeit kosten und kompliziert sind. Zu Bloomberg sagte Fabre-Lanvins, dass man lerne müsse, jeden Teil seines Jobs zu lieben und mit Leidenschaft auszuführen, mag er noch so unangenehm sein. Tatsächlich kann es eure Freundschaft nur unnötig belasten, wenn ihr unliebsame Aufgaben immer an den anderen abgebt. Irgendwer muss den Job nun einmal erledigen und eure Freunde werden es euch danken, wenn ihr abwechselnd in den sauren Apfel beißt.

4. Sagt eure Meinung

Fabre-Lanvins letzter Tipp ist, immer zu sagen, was ihr denkt. Zu Bloomberg sagte sie: "Wenn ihr mit den richtigen Freunden zusammen arbeitet, kann es einfacher sein, eure Meinung zu äußern." Was die Arbeit unter Freunden von anderen Unternehmensgründungen unterscheidet, sei, dass es seltener zu Machtspielen und manipulativem Verhalten kommt. Es gebe keine geheime Agenda, um in der Hierarchie nach oben zu steigen, da es schlichtweg keine nennenswerte Hierarchie gebe. Ihr könntet also davon ausgehen, dass eure Freunde wirklich meinen, was sie sagen. Dadurch könnten Probleme offen angesprochen und leichter aus der Welt geschafft werden.

AF

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