Bushido zeigt seine verletzliche Seite: Rapper leidet unter schlimmen Migräneattacken

Bushido (44) mag nach außen den harten Kerl geben, aber tatsächlich weiß er nur zu gut, was Schmerzen sind und wie es sich anfühlt, einer Krankheit hilflos ausgeliefert zu sein. Der Rapper leidet unter schlimmen Migräneattacken mit Übelkeit und Lichtempfindlichkeit, die bisweilen sogar zu Sehstörungen und aufgrund der Hilflosigkeit zu Panikattacken führen.

Seit der Kindheit geplagt

Seit dem Teenageralter suchen ihn die Kopfschmerzanfälle immer wieder heim, manchmal kann er dann kaum noch sehen, verliert “das räumliche Sehen“ und erkennt nur noch ein Flimmern. “Ich habe mich zurückgezogen, war immer zu Hause, bin nicht mitgegangen, wenn meine Freunde rausgegangen sind“, berichtete der Star offen im Gespräch mit RTL. “Es ist teilweise so stark, dass ich mir halt mit so einem Tuch um die Stirn binde, ganz fest zuschnüre, so dass dieser Gegendruck meinen Kopf irgendwie nicht zum Zerplatzen bringt.“ Um die Angst vor und während der Migräneattacken in den Griff zu bekommen, setzt der achtfache Vater auf Autogenes Training.

Bushido hat die Krankheit angenommen

“Ich hab’s aber mittlerweile einfach akzeptiert“, sagte Bushido. “Was soll passieren? Dann leg ich mich da hinten in die Ecke und hoffe, dass mich keiner sieht.“ Er wolle sein Leben leben und versucht, sein Familienleben nicht zu sehr von der Migräne überschatten zu lassen. Medikamente nehme er nur im äußersten Notfall: “Neun von zehn Rezepten gebe ich nicht mal bei der Apotheke ab.“ Was ihm jedoch geholfen habe, ist die Psychotherapie, die er seit vier Jahren macht. Sie nahm ihm zwar nicht die Schmerzattacken, half ihm aber, mit seiner Krankheit umzugehen. Dass er offen über seine Migräne sprach, war schon 2021 zu hören, als er im Abou-Chaker-Prozess aussagen musste – eine belastende Erfahrung: “Ich leide an Angst- und Panikattacken und an starker Migräne“, sagte er damals vor Gericht. “Das permanente Bedrohen von meiner Frau und meinen Kindern belastet mich sehr. Mein Akku ist leer.“ Auch litt er an einem Prozesstag unter Panikattacken: “Den Fragen habe ich eigentlich gar nicht mehr folgen können“, sagte er damals rückblickend zu RTL. Es ist Bushido zu wünschen, dass ein ruhigeres Fahrwasser in Zukunft auch weniger Migräneattacken bedeutet.

Bild: Bernd von Jutrczenka/picture-alliance/Cover Images