Buschfeuer in Kalifornien nicht unter Kontrolle zu bringen

Im kalifornischen Santa Paula brennen Palmen vor einem Haus nieder. Foto: Neal Waters

In Kalifornien ist bei einer ganzen Serie schwerer Waldbrände kein Ende in Sicht. Von starken Winden angefacht, sind sie kaum einzudämmen. Ein Brand nähert sich Los Angeles.

Ventura (dpa) - Im Süden Kaliforniens wüten weiter Buschbrände, die wegen starker Winde und ihres hohen Tempos kaum einzudämmen sind. Es brannte in mehreren Gebieten lichterloh. Am Mittwoch näherte sich ein Brand auch dem berühmten Getty Museum in Bel Air, einem Stadtteil von Los Angeles.

Fernsehbilder zeigten mehrere Häuser Bel Airs in Flammen. Die Autobahn 405, eine der am meisten befahren Straßen der USA, wurde gesperrt. Videos in sozialen Netzwerken zeigten eine gewaltige Feuerwand, die sich neben der von dichtem Morgenverkehr befahrenen Autobahn her walzte.

Unabhängig von diesem Brand war der Bezirk Ventura County nordwestlich von Los Angeles besonders betroffen. Zehntausende Menschen wurden aus ihren Häusern vertrieben, nach Angaben der Behörden brannte eine Fläche von mehr als 200 Quadratkilometern ab. Am Mittwoch fraß sich das Feuer bis zur Pazifikküste durch.

Heftige Winde hatten die Flammen über Nacht angefacht und rasch verbreitet. Die gefürchteten Santa-Ana-Winde, trockene und heiße Winde, kommen mit hoher Geschwindigkeit aus dem Inland Richtung Küste.

In den Bezirken Los Angeles und San Bernardino sind nach Angaben der «Los Angeles Times» tausende Häuser bedroht. Vielerorts wurden Evakuierungen angeordnet. US-Präsident Donald Trump schrieb auf Twitter, er denke intensiv an die von den Feuern betroffenen Menschen, und er bete für sie. In den betroffenen Regionen gilt der Notstand. Tausende Feuerwehrleute sind im Einsatz.

2017 war für Kalifornien und andere westliche Staaten der USA wegen anhaltender Trockenheit ein besonders schlimmes Waldbrandjahr.