Burnout? Diese Warnsignale Ihres Körpers sollten Sie nicht ignorieren

·Lesedauer: 3 Min.

Nur Erschöpfung oder doch mehr? Diese Symptome können ein Anzeichen für ein Burnout-Syndrom sein.

Wohl jeder war schon einmal gestresst oder mit einer Situation überfordert. Doch wenn der Zustand dauerhaft anhält und die Gesundheit beeinträchtigt, ist Vorsicht geboten. (Bild: iStock / MangoStar_Studio)
Wohl jeder war schon einmal gestresst oder mit einer Situation überfordert. Doch wenn der Zustand dauerhaft anhält und die Gesundheit beeinträchtigt, ist Vorsicht geboten. (Bild: iStock / MangoStar_Studio)

Gestresst oder mit einer Situation überfordert sein - das hat wohl jeder schon einmal erlebt. Doch wenn der Zustand dauerhaft anhält und die Gesundheit beeinträchtigt, ist Vorsicht geboten. Hinter einer länger anhaltenden Erschöpfung kann tatsächlich ein Burnout stecken. 

Nicht ohne Grund hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Burnout auch offiziell als Krankheit anerkannt und es als Syndrom aufgrund von "chronischem Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich verarbeitet wird" definiert. Auf welche Warnsignale Ihres Körpers Sie unbedingt achten sollten, lesen Sie hier ...

Zwar gibt es keine einheitlichen Symptome, doch können bestimmte Warnsignale auf krankhafte Erschöpfung hinweisen.  (Bild: iStock / seb_ra)
Zwar gibt es keine einheitlichen Symptome, doch können bestimmte Warnsignale auf krankhafte Erschöpfung hinweisen. (Bild: iStock / seb_ra)

Schlaflosigkeit

Stress in der Arbeit, Familie und wenig Freizeit, das kann einem schnell über den Kopf wachsen. Wer sich dauerhaft emotional, geistig und körperlich völlig kaputt und ausgebrannt fühlt, könnte bereits betroffen sein. Sie haben häufig schlaflose Nächte und sind ständig innerlich unruhig? Gesellen sich außerdem noch andere Symptome hinzu, sollten Sie bereits aufmerksam werden.

Keine Angst vor einer Therapie. Eine gezielte Behandlung kann schon bei den ersten Anzeichen helfen.  (Bild: iStock / noipornpan)
Keine Angst vor einer Therapie. Eine gezielte Behandlung kann schon bei den ersten Anzeichen helfen. (Bild: iStock / noipornpan)

 

Schwindel

Sie leiden an plötzlich auftretendem Schwindel, Gleichgewichtsstörungen oder Kreislaufproblemen, vor allem in Stress-Situationen? Doch bleiben neurologische Untersuchungen meist ohne Befund, die Symptome werden als psychosomatisch abgestempelt. Auch das könnte ein Hinweis auf Burnout sein.

Kopfschmerzen

Einheitliche Burnout-Symptome gibt es eigentlich nicht, doch einige Warnsignale des Körpers können auf eine krankhafte Erschöpfung hinweisen. Oft treten über einen längeren Zeitraum vermehrt Kopfschmerzen und Muskelverspannungen auf, die keine erkennbare Ursache haben.

Abnehmende Leistungsfähigkeit

Sie wissen nicht mehr, wie Sie Ihre täglichen Aufgaben schaffen sollen, alles wächst Ihnen über den Kopf. Ihre Konzentration lässt nach, die Leistung, die von Ihnen erwartet wird, können Sie nicht mehr erbringen. Sogar am Wochenende oder im Urlaub haben Sie Probleme, wirklich abzuschalten.

Herzrasen

Durch ein neues Projekt bei der Arbeit stoßen Sie an Ihre Grenzen. Während der Abgabetermin näherrückt und Sie bereits vollen Einsatz bringen, ist das dem Chef aber nicht genug. Ihr Herz rast, die Hände zittern, Sie stehen unter Strom - und das andauernd. Halten diese Stressmomente auch nach Entspannungsphasen an, könnten das deutliche Signale Ihres Körpers für Überlastung sein.

Verdauungsprobleme

Ihr Magen rebelliert, Sie leiden unter Übelkeit und Durchfall, aber organische Ursachen können die Ärzte dafür nicht finden. Vielleicht schlägt Ihnen der Dauerstress auf den Magen. Ebenso sind häufige Erkältungen und eine erhöhte Anfälligkeit für Infekte eine Reaktion des Körpers, die Sie nicht ignorieren sollten.

Antriebslosigkeit

Normalerweise sind Sport und Entspannung ein guter Ausgleich zum Stress des Alltags. Doch wenn Ihnen selbst Ihre geliebten Hobbys keinen Spaß mehr machen und Ihre Stimmung verbessern, könnte das die Ankündigung eines Burnouts sein.

Burnout oder Depression?

Wenn mehrere Warnsignale auftauchen, wenden Sie sich vertrauensvoll an einen Arzt. Haben die Symptome keine organischen Ursachen, könnte es sich tatsächlich um ein Burnout-Syndrom handeln. Der Mediziner wird auch untersuchen, ob es sich eventuell um eine Depression handeln könnte.

Gezielte Therapie

Haben Sie keine Angst, sich in Therapie zu begeben. Oft werden Warnhinweise nicht ernst genommen, einer psychologischen Betreuung damit aus dem Weg gegangen. Doch durch eine gezielte Behandlung bereits bei den ersten Anzeichen kann einem Burnout effektiv entgegengewirkt werden. Es kann manchmal auch schon helfen, den eigenen Alltag anders zu strukturieren und vielleicht die Erwartungen an sich selbst zu reduzieren, sich dadurch weniger unter Druck setzen.

VIDEO: Pandemie-Burnout: So wird der Alltag erträglicher

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