Der Burkini bleibt im Schwimmbad verboten - auch in Grenoble

Der Burkini bleibt verboten - auch in den Schwimmbädern der Stadt Grenoble. Der Staatsrat (frz.: Conseil d'Etat), das oberste Verwaltungsgericht Frankreichs, hat entschieden, dass die Erlaubnis des Stadtrates außer Kraft gesetzt bleibt.

Diese Entscheidung ist endgültig: Urteile des Staatsrates können nicht angefochten werden.

Mitte Mai hatte der Stadtrat von Grenoble mit knapper Mehrheit eine neue Regelung für die Schwimmbäder der Stadt verabschiedet, die es erlaubte, ohne den Burkini beim Namen zu nennen, einen solchen zu tragen. Der Burkini bedeckt den gesamten Körper mit Ausnahme von Gesicht, Händen und Füßen.

Der Stadtrat hatte übrigens auch das Baden "Oben Ohne" für Frauen erlaubt. Doch für eine Debatte sorgte erneut der Burkini.

Daraufhin war das Innenministerium über die Präfektur auf der Basis eines neuen Gesetzes gegen den "Separatismus" gegen diese Erlaubnis vorgegangen. Zudem gilt in Frankreich das Prinzip der Laizität, der strengen Trennung von Religion und Staat, die die Regierung vehement verteidigt.

Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin lieferte sich beim Thema Burkini eine symbolische Schlacht gegen den Grünen Bürgermeister von Grenoble Eric Piolle. Er warf dem Bürgermeister "communautarisme" vor. Darunter versteht man in Frankreich die Abschottung einer religiösen oder ethnischen Gruppe, die ihre Unterschiede zum Rest der Gesellschaft aufwertet.

Darmanin schrieb jetzt auf Twitter: "Der "communautarisme" von Eric Piolle, Bürgermeister von Grenoble, wurde vom Staatsrat endgültig bestraft, indem er die Aussetzung des "Burkini"-Beschlusses des Stadtrats bestätigte. Ein Sieg für das Gesetz "Separatismus", für die Laizität und darüber hinaus für die gesamte Republik."

In Frankreich ist der Burkini seit Jahren ein kontroverses Thema.

In öffentlichen französischen Schwimmbädern muss enganliegende Badekleidung getragen werden, die nicht die Arme und Beine bedecken darf.

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