Burga im FIFA-Prozess für "nicht schuldig" befunden

SID
Burga im FIFA-Prozess für "nicht schuldig" befunden

Im Prozess um den Korruptionsskandal beim Fußball-Weltverband FIFA in New York ist Perus früherer Verbandschef Manuel Burga freigesprochen worden. Die Geschworenen befanden den 60-Jährigen am Dienstag nach der Weihnachtspause ihrer Beratungen im Anklagepunkt der kriminellen Verschwörung laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft für nicht schuldig. 
Der Beschluss erfolgte vier Tage nach den Schuldsprüchen der selben Jury gegen Burgas' mitangeklagten Ex-Kollegen Jose Maria Marin (Brasilien) und Juan Angel Napout (Paraguay). Die Geschworenen sahen Marin in sechs von sieben angeklagten Fällen und Napout in drei von fünf Anklagepunkten durch den Prozess in den vorherigen sieben Wochen der Korruption, organisierten Kriminalität und des Betrugs überführt. Im "Fall Burga" war die Jury bis zum vergangenen Freitag zunächst noch zu keinem einstimmigen Votum gekommen.
Marin wie Napout müssen durch das noch ausstehende Urteil der zuständigen Richterin Pamela Chen schwere Strafen befürchten. Jedem der einst einflussreichen FIFA-Funktionäre drohen wegen ihrer illegalen Machenschaften mit Millionenbeträgen mindestens zehn Jahre Haft. Chen ließ Marin und Napout deswegen sofort nach den Schuldsprüchen wegen Fluchtgefahr bis zur Urteilsverkündung in Haft nehmen.
Burga war anders als seine Kumpanen lediglich der Absprache von Bestechungen und nicht auch der Annahme von Schmiergeldern angeklagt. Laut der Anklage hat der Peruaner die Bestechungsgelder jedoch nur deshalb nicht erhalten, weil bereits in seiner Heimat Ermittlungen wegen Korruption gegen Burga im Gange gewesen waren.