Bundesweiter Vorlesetag mit neuer Rekordbeteiligung

Mehr als 173.000 Menschen haben sich am Freitag am 14. bundesweiten Vorlesetag beteiligt - das ist neuer Rekord. Im vergangenen Jahr waren mehr als 130.000 Vorleser gezählt worden. Auch in diesem Jahr meldeten sich wieder zahlreiche Prominente, darunter die zweifache Eiskunstlaufolympiasiegerin Katarina Witt, die Kinderbuchautorin Kirsten Boie und die Komikerin Cordula Stratmann.

Bundespolitiker waren diesmal allerdings nicht dabei, wie ein Sprecher der Stiftung Lesen in Mainz sagte. Dies hing womöglich auch mit den Sondierungen von CDU, CSU, Grünen und SPD in Berlin zusammen. Im vergangenen Jahr hatten unter anderem der damalige Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und die ehemalige Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) vorgelesen. Auf regionaler Ebene engagierten sich aber wieder zahlreiche Politiker und Minister in den Bundesländern.

Der Vorlesetag, eine gemeinsame Initiative der Wochenzeitung "Die Zeit", der Stiftung Lesen und der Deutsche-Bahn-Stiftung, findet seit 2004 jedes Jahr am dritten Freitag im November statt. Ziel des Aktionstags ist es, ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens zu setzen, Begeisterung für das Lesen zu wecken und die Lesekompetenz der Kinder langfristig zu fördern.

Gelesen wird nicht nur in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken und Buchhandlungen, sondern auch an ungewöhnlichen Vorleseorten wie zum Beispiel im Riesenrad, in einem Tierpark oder in Museen.