Sternsinger machen gegen Kinderarbeit mobil

Eine Kamel-Attrappe steht im Dom in Trier. Zur bundesweiten Eröffnung der Aktion Dreikönigssingen rund um den Dreikönigstag sammeln Kinder für andere Kinder in Not. Foto: Harald Tittel

Die Sternsinger wollen in diesem Jahr besonders auf die Folgen der weltweiten Kinderarbeit aufmerksam machen.

Trier (dpa) - Zum Auftakt der bundesweiten Aktion «Dreikönigssingen» kamen in Trier nach Angaben des Kindermissionswerks «Die Sternsinger» mehr als 2600 junge Menschen in ihren typischen Gewändern zusammen. Sie besuchten Workshops, Bühnenvorführungen und musikalische

Darbietungen, die unter dem Leitwort «Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit - in Indien und weltweit!» standen. Wie ein Sprecher des Kindermissionswerks sagte, wollen die Sternsinger auf körperliche und psychischen Folgen von Kinderarbeit hinweisen. Nach seinen Angaben müssen weltweit etwa 150 Millionen Kinder arbeiten, da in ihren Familien große Armut herrsche. «Eines der Probleme ist auch, dass diese Kinder oftmals keine Schule besuchen und daher mangels Perspektiven als Erwachsene arm bleiben», sagte der Sprecher.

Die Sternsinger ziehen jedes Jahr um Heilige Drei Könige (6. Januar) von Haus zu Haus, singen Lieder und schreiben mit Kreide einen Segensspruch an die Haustür. Träger sind das Kindermissionswerk «Die Sternsinger» und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). Zu Beginn des Jahres 2017 hatten die Sternsinger nach Angaben der Diözese Trier deutschlandweit rund 46,8 Millionen Euro gesammelt. Für den 8. Januar ist ein Besuch von Sternsingergruppen aus den 27 deutschen Bistümern im Berliner Kanzleramt geplant.