Bundeswehr fliegt weitere 139 Menschen aus Kabul aus

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Afghanen am Flughafen Kabul

Die Bundeswehr hat am Dienstagabend weitere 139 Menschen aus der afghanischen Hauptstadt Kabul ausgeflogen. An Bord des dritten Evakuierungsflugs befanden sich "deutsche, andere europäische und afghanische Staatsbürger", wie ein Sprecher des Auswärtigen Amtes erklärte. Am späten Abend sei die Maschine vom Typ A400M in der usbekischen Hauptstadt Taschkent gelandet, erklärte das Einsatzführungskommando der Bundeswehr auf Twitter. Von dort sollen die Menschen mit der Lufthansa am Mittwoch weiter nach Deutschland gebracht werden.

Damit seien die Evakuierungsflüge von Dienstag abgeschlossen, teilte das Einsatzführungskommando weiter mit. "Grund hierfür ist die momentan fehlende Verfügbarkeit der Flughafenfeuerwehr in Kabul." Ein Flug konnte demnach offenbar nicht stattfinden. Um dies auszugleichen, seien für Mittwoch vier Flüge nach Kabul vorgesehen.

Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums wurden bislang mehr als 260 Menschen aus Afghanistan ausgeflogen. "Und wir evakuieren solange es geht weiter", erklärte das Ministerium auf Twitter. Auch der Sprecher des Auswärtigen Amtes erklärte: "Die Luftbrücke soll auch in den nächsten Tagen fortgesetzt werden, sofern es die Sicherheitslage irgendwie zulässt."

Rund 130 Menschen, die bereits zuvor in die usbekische Hauptstadt Taschkent ausgeflogen worden waren, sollten in der Nacht zu Mittwoch mit einer gecharterten Lufthansa-Maschine nach Deutschland gebracht werden. Erste deutsche Evakuierte sind seit Dienstag bereits zurück in Deutschland. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP handelte es sich um Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Kabul, die auf dem Hauptstadtflughafen BER landeten.

Die Taliban waren am Sonntag nach einem rasanten Eroberungsfeldzug in Kabul einmarschiert und damit knapp 20 Jahre nach dem Einmarsch westlicher Truppen in Afghanistan an die Macht zurückgekehrt. Westliche Staaten wie die USA und Deutschland haben deshalb eine militärische Luftbrücke eingerichtet, um ihre Staatsbürger und Ortskräfte in Sicherheit zu bringen.

noe

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