Bundeswehr beteiligt sich weiter an Einsatz gegen Schleuser im Mittelmeer

Die Bundeswehr beteiligt sich weiter an dem Militäreinsatz gegen Schleuser im Mittelmeer. Der Bundestag votierte am Donnerstag für die Mandatsverlängerung für die EU-Mission "Sophia" in den Gewässern zwischen Libyen und Italien

Die Bundeswehr beteiligt sich weiter an dem Militäreinsatz gegen Schleuser im Mittelmeer. Der Bundestag votierte am Donnerstag für die Mandatsverlängerung für die EU-Mission "Sophia" in den Gewässern zwischen Libyen und Italien. Auch die UN-Mission "Unifil" vor der libanesischen Küste sollte am frühen Abend vom Bundestag um ein Jahr verlängert werden.

Bei "Sophia" bleibt es im Mandat bei der Obergrenze von 950 Soldaten. Hauptziel der EU-Mission ist es, gegen Schleusernetzwerke vorzugehen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden seit August 2016 durch Hinweise der "Sophia"-Mission über hundert mutmaßliche Menschenschmuggler festgenommen. Außerdem retteten deutsche Marinesoldaten laut Bundeswehr seit Beginn des Einsatzes im Mai 2015 mehr als 20.000 Flüchtlinge aus Seenot, die in oft untauglichen Booten das Mittelmeer überqueren wollten.

Die Mission "Unifil", die mit einer Obergrenze von 300 Soldaten fortgesetzt werden soll, soll Waffenschmuggel auf dem Seeweg in den Libanon unterbinden. Deutschland beteiligt sich seit 2006 an dem UN-Einsatz. Nachdem zunächst die Seeraumüberwachung im Vordergrund stand, bilden deutsche Marinesoldaten heute vor allem libanesische Kräfte aus.