Bundestrainer Schuster kritisiert Anlauf-Chaos

Werner Schuster ist seit 2008 Bundestrainer der deutschen Skispringer

Bundestrainer Werner Schuster sorgt sich um die Wettkampf-Transparenz im Skispringen. Der Österreicher stellte bei der Vierschanzentournee besonders das häufige Ändern der Anlauflänge infrage, das jeweils Plus- oder Minuspunkte zur Folge hat.

"Richard Freitag war in Innsbruck in der Qualifikation mit 125 Metern auf Platz drei, der Österreicher Clemens Leitner mit 126 Metern auf Platz 42. Ist das gut für die Transparenz des Skispringens?", sagte Schuster am Donnerstag in Innsbruck.

Schuster plädierte stattdessen dafür, die Anlauflänge zu Beginn eines Wettkampfes defensiv zu wählen und - wenn möglich - bei dieser zu bleiben. "Wäre es nicht besser, wenn jemand, der nicht so gut ist, kürzer springt - und jemand, der gut ist, weiter? Speziell bei wechselnden Verhältnissen muss man defensive Strategien fahren", sagte Schuster.

Schuster denkt dabei besonders an die Fans an den Schanzen. "Die Zuschauer sehen doch nur den Springer landen, sie können die Windpunkte nicht sehen. Und sie möchten doch ein bisschen eine Garantie haben, dass der, dem sie zujubeln, auch gut war", sagte Schuster und fügte an: "Ich frage mich: Macht das der Fan auf Dauer mit?"