Bundestrainer Joachim Löw: "Ich fühle mich als Visionär"

Joachim Löw spricht über seine Arbeit beim DFB-Team und erklärt, welche Komponenten neben dem Erfolg für ihn wichtig sind.

Joachim Löw will mit der deutschen Nationalmannschaft nicht nur erfolgreichen, sondern auch schönen Fußball spielen. Das erklärte der Bundestrainer vor der Weltmeisterschaft 2018 in Russland im Gespräch mit dem kicker.

"Natürlich sind Titel wichtig, gar keine Frage. Aber ich wollte die Mannschaft auch dahin bekommen, dass sie einen guten Fußball spielt, der den Spielern und den Fans Freude bereitet, der auch meiner Mentalität entspricht. Ich fühle mich da auch als Visionär", sagte Löw.

Joachim Löw: "Über den Tellerrand blicken"

Der 58-Jährige wolle sich "jetzt schon auf das vorbereiten, was morgen auf mich zukommt" und frage sich, "wo der Trend in ein paar Jahren hingeht. Wir können nur dann wettbewerbsfähig bleiben, wenn wir vorausdenken und über den Tellerrand blicken". 

Zu der Aufregung um das Foto von Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan sagte Löw: "Wir jedenfalls werden beide Spieler unterstützen und stehen voll hinter ihnen." Beim Freundschaftsspiel gegen Saudi-Arabien hatte es zuletzt wieder Pfiffe der eigenen Fans gegeben.

Löw: "Gündogan macht sich darüber viele Gedanken"

"Mesut ist vielleicht eher in der Lage, die Dinge auszublenden und sich komplett auf den Fußball zu konzentrieren. Ilkay macht sich darüber viele Gedanken, ihn beschäftigt das, er hat mir das in mehreren Gesprächen mitgeteilt", erklärte Löw.