Bundestagswahl : Software-Panne sorgte für verspätetes Wahlergebnis in Berlin

Die Softwarepanne legte den Betrieb am Abend für eine Stunde lahm und sorgte für Verzögerungen

Die Auszählung der Stimmen für das Berliner Wahlergebnis geriet in der Nacht zum Montag zum Debakel. Wegen der Kombination von Bundestagswahl und Volksentscheid war Berlin ohnehin später dran als andere Bundesländer. Dann legte auch noch eine Softwarepanne im landeseigenen IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ) den Betrieb am Abend für eine Stunde komplett lahm und sorgte auch in der Folge für Verzögerungen. Letztlich konnte Landeswahlleiterin Petra Michaelis das vorläufige Zweitstimmenergebnis erst um 3.44 Uhr bekannt geben, das Ergebnis für den Tegel-Entscheid um 4.45 Uhr. Damit war Berlin fast bundesweites Schlusslicht.

Warum die Software ausfiel, konnten ITDZ-Chefin Ines Fiedler und die Landeswahlleiterin am Montag nicht erklären. Einen Hacker-Angriff schlossen sie allerdings aus. Eine eingehende Prüfung "in den nächsten Tagen und Wochen" soll die Ursache klären. Der Fehler sorgte dafür, dass die elektronische Erfassung der Wahlergebnisse am Sonntagabend von 20.30 Uhr an nicht funktionierte. Wenn in einem Wahllokal die Stimmen ausgezählt sind, ruft der Wahlvorstand im Bezirkswahlamt an, um das Ergebnis durchzusagen. Dort geben rund 15 Mitarbeiter die Resultate in Computern ein. Das sei über eine Stunde nicht möglich gewesen, erläuterte Michaelis. Alle Bezirke seien betroffen gewesen.

Ergebnisse mussten zunächst auf Papier notiert werden

Nun wollten die Vorstände der Wahllokale, die bereits seit dem frühen Morgen im Einsatz waren, nicht warten, bis die Panne behoben ist. Folglich w...

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