Bundestagswahl: Präzise und präsent - Unterwegs mit Monika Grütters

Berlin - Bundestagswahlkampf 2017 - Monika Grütters von der CDU zu Gast bei der Senioren CDU in Reinickendorf

Es beginnt mit einer schlechten Nachricht: Die Catering-Firma hat die Bratwürste nicht gebracht. "Heute gibt es leider nur Gulaschsuppe, die ist aber auch köstlich", sagt der Moderator der Wahlkampfveranstaltung der Senioren-Union im Seepavillon in Tegel. Die knapp hundert älteren Wähler, die hier auf die Berliner Spitzenkandidatin, CDU-Landesvorsitzende und Kulturstaatsministerin Monika Grütters (55) warten, nehmen diese Botschaft gnädig hin. Dann eben Suppe statt Wurst.

Mit 25 Minuten Verspätung, es gab mal wieder Stau auf der Stadtautobahn, kommt Grütters in Reinickendorf an. Sie gönnt sich kaum eine Pause, tritt auf das Podium, um mit heiserer Stimme ein Grußwort zu sprechen. Sie ist erkältet, ein Radio-Interview musste sie in dieser Woche schon absagen, aber Grütters ist keine, die sich schont. Reinickendorf, sagt sie, ist "der Bezirk, auf den wir sehr stolz sind". Das kann die CDU durchaus sein: Bei der vergangenen Bundestagswahl holte Frank Steffel mit 45 Prozent das beste Erststimmenergebnis Berlins, die Christdemokraten gewannen 40,1 Prozent der Zweitstimmen.

"Berlin wird unter Wert regiert", sagt Grütters und zählt die Versäumnisse des rot-rot-grünen Senats auf. Als sie die Einrichtung von Unisextoiletten in öffentlichen Gebäuden als Beispiel einer verfehlten Politik erwähnt, applaudieren viele. Doch die Probleme, welche die Senioren umtreiben, sind andere: rücksichtslose Radfahrer, die Fußgänger missachten, S-Bahnen, die ausfallen, der Straßenverkehr allgemein. Merkw...

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