Bundestagswahl 2017: Parteien kämpfen um die besten Plätze für die Wahlplakate

Wahlplakate auf dem Vorplatz des S-Bahnhofs Lankwitz

Wer zuerst kommt, sichert sich die besten Plätze – so lautet wohl das Motto der Parteien zu Beginn der heißen Phase des Bundestagswahlkampfs. Ab Sonntag um null Uhr durften sie ihre Wahlplakate aufhängen. Eigentlich. Denn in Berlin waren die Kandidaten an vielen Stellen schon vorher präsent.

Bereits am Freitagabend hatte Arne Herz (CDU), Ordnungsstadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf, nach eigenen Angaben die ersten Plakatierter am Olivaer Platz und in der Wilmersdorfer Straße auf frischer Tat ertappt. Er habe darum gebeten, die Plakate wieder zu entfernen. Da die Angesprochenen einsichtig gewesen seien, habe er kein Bußgeldverfahren angestrengt. "Man muss die Angemessenheit beachten – das sind Menschen, die ehrenamtlich unterwegs sind und in ihrer Freizeit plakatieren." Außerdem sei die bestehende Regelung dahingehend zu überdenken, das Plakatieren ab einem früheren Zeitpunkt zu erlauben. Wenn Menschen um Mitternacht auf Leitern steigen, würden sie sich damit einer vermeidbaren Gefahr aussetzen. "Solange die Regelung aber gilt, gilt auch das Gebot der Fairness."

Dass sich auch einige seiner Parteikollegen darüber hinwegsetzten, zeigten Wahlplakate des CDU-Kandidaten Thomas Heilmann, die bereits am Sonnabendnachmittag in der Birkbuschstraße in Steglitz hingen. Ebenfalls nicht ganz so eng mit den gesetzlichen Bestimmungen sahen es die freiwilligen Helfer der Linken in Lichtenberg. So zierten bereits am Sonnabendnachmittag Plakate mit der Direktkandidatin Gesine Lötzsch Laternen...

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