Bundestagsparteien warnen vor der AfD

Alice Weidel AfD

In der letzten Bundestagssitzung dieser Legislaturperiode kritisierten Redner aller Parteien die Rechtspopulisten. Die AfD sei keine Alternative, sondern eine Schande für Deutschland, sagte Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir. Zuvor hatte der scheidende Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) gemahnt, dass Politiker über Parteigrenzen hinweg die Fähigkeit wahren müssten, einen Konsens zu erzielen. Demokraten müssten immer gegen Fanatiker und Fundamentalisten zusammenstehen. Er warnte vor einem „Ausbluten“ der Demokratie.

Die AfD könnte nach allen derzeitigen Umfragen erstmals in den Bundestag einziehen - trotz Rassismus-Vorwürfen etwa gegen den Spitzenkandidaten Alexander Gauland. Laut einer neuen Insa-Umfrage könnte die AfD sogar drittstärkste Kraft werden. In der Erhebung für die „Bild“-Zeitung büßen CDU/CSU (36,5 Prozent) und SPD (23,5 Prozent) jeweils einen halben Punkt ein. AfD (10,5 Prozent) und FDP (8,5 Prozent) legen dagegen je einen halben Punkt zu. Linke (zehn Prozent) und Grüne (6,5 Prozent) halten ihre Ergebnisse aus der Vorwoche.

Auch SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann und der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder kritisierten die AfD. Der CDU-Politiker warnte aber auch vor den Gefahren des Linksextremismus'. „Ich rate dringend, auf keinem Auge blind zu sein“, sagte Kauder.

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz sagte in einem

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-Interview auf die Frage, ob die Ausländerfeindlichkeit in Deutschland wachse: „Sie wächst. Das ist etwas, das bringt mich auf die Barrikaden, da krieg ich richtig die Krise. Und die AfD schürt das ja in Deutschland.“ Wenn die AfD sage „Wir sind die richtigen Deutschen, und ihr seid so halbierte Deutsche“, dann könne man das nicht dulden, sagte Schulz. „Deshalb kämpfe ich gegen diese AfD mit all meinen Mitteln.“

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